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Old 04-10-2012, 09:11 AM   #1
Idnug OP
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Panama mit dem Motorrad (german version)

Panama mit dem Motorrad (german version)
Ride report Costa Rica / Panama on-/offroad (german version)

Hallo zusammen,

leider kann ich diesen Bericht aktuell nur in deutscher Sprache zur Verfügung stellen.
Wir (Gundi und Wusti) hoffen, dass Informationen enthalten sind, die für Reiseplanungen nach Panama oder auch für „Transamerica Fahrer“ brauchbar sein können.
Die Übersetzung des Berichtes in Englisch ist aktuell in Arbeit und wird (hoffentlich) bald unter
http://www.advrider.com/forums/showt...5#post18422675
online zur Verfügung stehen.
Bitte entschuldigt mein sehr schlechtes Englisch...

Liebe Grüße Gundi

Hi at all,

unfortunately, I can make this report currently only in German language.
We (Gundi and Wusti) hope that information is included, which can be for travel arrangements to Panama or even for "Transamerica driver " useful.
The translation into English of the report is currently under construction and will (hopefully) soon be also available online under
http://www.advrider.com/forums/showt...5#post18422675
Please excuse my very bad English ...

Greetings Gundi :)

Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 09:43 AM
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Old 04-10-2012, 09:17 AM   #2
Idnug OP
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Sorry... irgendwie habe ich die Beiträge mehrfach eingestellt...
Hab net geblickt, dass des erst freigeschaltet wird...

Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 10:57 PM
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Old 04-10-2012, 09:21 AM   #3
Idnug OP
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Sorry... nommol editiert weil mehrfach eingestellt...

Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 11:00 PM
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Old 04-10-2012, 09:23 AM   #4
Idnug OP
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Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 11:03 PM
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Old 04-10-2012, 09:23 AM   #5
Loutre
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Ich bin auf jedenfall dabei!

__________________
Keep the smile on your face!
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You can be imitated but not replaced. You're such a special blend the recipe is guarded like KFC's 11 herbs and spices.
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Old 04-10-2012, 09:27 AM   #6
Idnug OP
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Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 11:06 PM
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Old 04-10-2012, 09:28 AM   #7
Idnug OP
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Vorwort
Nach unserer letztjährigen Reise in Costa Rica, mit Mietmotorrädern vom Motorradvermieter „Wild Rider in San Jose“ (Infos unter http://www.wild-rider.com),
stand ein absolut moralisches Angebot im Raum:
Für „bewährte Widerholungstäter“, als Motorradmieter bei Wild Rider, bieten uns die Eigentümer Thomas und Thorsten an, beim nächsten Mal optional eine Ausreise für die Mietfahrzeuge nach Nicaragua oder Panama in die Wege zu leiten.
Unsere Recherchen betr. Mietfahrzeuge in Panama haben ergeben, dass man in Panama Autos und Motorräder mieten kann, nicht aber Enduro Motorräder. Später wird uns unterwegs durch einen Einheimischen bestätigt, dass es diese Art von Motorrädern in Panama nicht zu mieten gibt.
Damit ist das DIE Gelegenheit Panama On- und Offroad mit dem Motorrad zu bereisen.

Die Kosten für Fahrzeugausreise mit Erledigung des Papierkrams durch Wild Rider belaufen sich auf 60 US-Dollar je Fahrzeug, die zu hinterlegende Kaution beträgt bei Ausreise aus Costa Rica 1200 statt 700 US-Dollar.
Unsere Entscheidung fällt auf die Ausreise nach Panama.
Flug über Costa Rica
Dieses Mal fliegen wir mit Condor, am 30.12.2009 von Frankfurt aus, über die Domenicanische Republik, direkt nach San Jose/Costa Rica.
Die Flugzeiten sind annehmbar. Abflug in Frankfurt 23.55 Uhr, Flugzeit bis Santo Domingo ca, 10 h, Wartezeit im Flugzeug ohne Umsteigen ca 1 Stunde, Weiterflug ca. 2,5 h mit Ankunft am 31.12.2009 in San Jose, ca 6.55 Uhr Ortszeit. Zeitverschiebung in Costa Rica ist -7h zu MEZ.
Mit einem offiziellen „Airport-Taxi“ fahren wir ins Hotel Cacts, Taxikosten 22 US-Dollar.
Infos Hotel Cacts unter http://www.hotelcacts.com/pagina/menu%20gr.html, Übernachtungsreservierung wurde durch Wild Rider veranlasst.
Sylvester feiern wir heute 2 Mal auf der Dachterrasse des Cacts, das erste Mal um 17.°° Ortszeit mit den Daheimgebliebenen und das zweite Mal um 12.°° Ortszeit Costa Rica…


Reisebericht

Am 01.01.2010 sind wir schon früh unterwegs, um die beiden Hondas XR 250 bei Wild Rider zu übernehmen. Abfahrt ca. 9.30 Uhr. Unser Ziel heute ist die Karibikseite in Costa Rica.
Es geht von San Jose über die Straße Nr. 32, durch die bergige Region, über Guariles, wo es recht kalt und regnerisch ist,





Weiter geht es auf der Straße Nr. 36 nach Puerto Viejo de Talamanca, wo wir uns, wie letztes Jahr, bei Kathy und Olaf im Vista Verde einquartieren. Infos unter http://vistaverdehospedaje.weebly.com/



Mit einem ordentlichen Drink begießen wir „Schwaben mit den Motorrädern“ unser Wiedersehen mit den beiden und verbringen den Rest des Tages mit angeregten Gesprächen und Ceviche (rohem Fisch verschiedener Sorten, der in Limettensaft mariniert wird, mit geschnittenen roten Zwiebeln und einem sehr scharfen, paprikaähnlichen Gemüse).Gefahrene Kilometer heute ca. 230.


Den 02.01.2010 verbringen wir mit ausschlafen…
Es ist regnerisch und ein Meergang fällt deshalb flach. Also nutzen wir die Zeit, vorhandene Löcher in den Crossklamotten zu flicken,



kleinere Umbauten an den Motorrädern vorzunehmen,
ein einheimisches Wurfspiel mitzuspielen, für den heute geplanten Grillabend einzukaufen und Salat zuzubereiten.
Heute sind wir mit dem Nachbarn Hans, genannt Hank, übrigens ebenfalls Schwabe, seiner Frau Ingrid, Kathy und Olaf, zu einem üppigen Grillabend verabredet.
Es gibt Hähnchen und Kotelette, Tzaziki, zubereitet von Kathy und Olaf, Kartoffelgratin, zubereitet von Hank und gemischten Salat, zubereitet von mir.




Am 03.01.2010 verlassen wir Puerto Viejo de Talamanca gegen 9.°° Uhr. Wir nehmen die Abkürzung, eine kleine Piste nach der 2. Brücke rechts, von Puerto Viejo Richtung Manzanillo, um auf die Hauptstraße nach Sixola, der Grenzstadt nach Panama zu gelangen. Wir wissen, dass wir für den Grenzübergang einen „Schlepper“ brauchen um den ganzen Papierkram zu erledigen und dafür, dass die Beamten unseren „Grenzübergang“ überhaupt bearbeiten…
„Du musst den Schlepper nicht finden. Der Schlepper findet Dich.“
Und das ist auch so, allerdings kann Zeit und Ort des gefunden werdens etwas variieren…
Bei uns läuft es so, dass ein Typ auf der Costa Rica-Seite uns zeigt, zu welchen Stationen wir müssen um die benötigten Kopien für den Grenzübergang zu bekommen. Während Wusti die Kopien organisiert und die erforderlichen „Gänge“ zwischen dem Grenzhaus und den anderen Gebäuden erledigt, spiele ich den „Pitbull“, als Aufpasser bei den Motorrädern… das kann ich zwischenzeitlich ganz gut;o)).



Der Typ ist nicht der „Schlepper“, wir geben ihm 1000 Costa-Rica-Colón für seine Unterstützung. Nach ca. 1 h haben wir es endlich geschafft.

Die Ausreise aus Costa Rica ist vollbracht und wir können über diese Brücke auf die Panama-Seite fahren.





Über diese Brücke müssen alle, die von oder nach Sixola einen Grenzübergang machen. Also Fußgänger, Radfahrer, Handkarren, … bis hin zu riesigen Trucks. Anmerkung: Wenn ein Truck auf der Brücke fährt ist kein Platz, kein Vorbeikommen mehr für andere Gegenstände oder Personen… und die Fahrer der Trucks halten nicht an wenn sie mal losgefahren sind…
Wir haben Glück, heute ist Sonntag und es queren während unseres Aufenthalts an den Grenzhäusern nur 2 Trucks.
Auf der Panamaseite angekommen



markiere ich wieder den „Pitbull“ bei den Motorrädern,



während wir jetzt tatsächlich von einem Schlepper gefunden werden.
Wusti und der Schlepper gehen los um die erforderlichen Kopien anzufertigen und eine Versicherung für 15 US-Dollar abzuschließen, die für die Einreise nach Panama erforderlich ist.
Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Schlussendlich dauert es 2,5 weitere Stunden bis wir die erforderlichen Papiere für das Führen der Motorräder aus Costa Rica in Panama und die Einreisestempel in unseren Pässen haben. Entgelt an den Schlepper weitere 20 US-Dollar. Der Schlepper informiert, dass er die 20 Dollar an den Beamten abtreten muss und wir ihm ein zusätzliches Entgelt unserer Wahl geben könnten, Wusti gibt ihm weitere 5 Dollar… Tatsächlich sehen wir kurze Zeit später, wie der Schlepper dem Grenzbeamten unsere 20 Dollar übergibt.
Die Zeitverschiebung zwischen Costa Rica und Panama ist +1h. Wir können ca. 13.30 Uhr, Ortszeit Panama weiterfahren. Unser Weg führt über Changuinola, Almirante auf die Straße Nr. 11 bis Rambala. Diese Strecke ist eine sehr gut ausgebaute, kurvige Straße und sehr ansprechend zu fahren.



An vielen Stellen hat man sehr schöne Aussicht aufs Meer und sehr schöne Landschaft, vorbei an einzeln stehenden Wohngebäuden… sehr einfache Unterkünfte.
Unterwegs, innerhalb eines Ortes, können wir mit der Karte alleine nicht mehr bestimmen, in welche Richtung wir weiterfahren müssen. Die Beschilderung ist so unterdimensioniert, dass nur durch nachfragen die Richtung der geplanten Route herauszufinden ist. Mit Hilfe der Karte ist es gut möglich beim Nachfragen zu zeigen wohin man will. Heute sind es Kinder, die mit dem Fahrrad durch den Ort vor uns herfahren und uns auf die Straße bringen auf der wir weiterfahren sollen. Es ist sehr heiß und ein eiskalter Fresco Fruta ist eine willkommene Erfrischung.



Unser Tank ist fast leer und die Tankstelle die wir finden hat kein Super-Benzin, das wir für die Hondas benötigen. Ein vorbeifahrendes Polizeiauto hält an. Nachdem der Fahrer mitbekommen hat was wir brauchen fährt er los und winkt uns zu, ihm zu folgen. Da haben wir echt eine Polizeieskorte zur nächstliegenden Tankstelle, die über Benzin mit 95 Oktan verfügt. Das Polizeiauto ist mit 4 Personen besetzt und die Jungs nutzen die Gelegenheit, um zu erfahren wo wir herkommen und zu schauen was für Motorräder das sind… Sie sind sehr freundlich und winken uns lachend zum Abschied als sie weiterfahren.
Eigentlich wollen wir in Chiriqui übernachten. Nach kurzer Durchfahrt dieses Ortes wird umdisponiert. Wir wollen hier nicht bleiben, auch nicht für eine Nacht… überall Müll, wenig ansprechende Häuser, Bars… irgendwie recht chaotisches Gesamtbild und wenig einladend. Wir geben Gas. Die Zeit ist zwischenzeitlich recht fortgeschritten und es sind über 70 km durch das Cordillera Central Gebirge. Der Aufstieg ins Gebirge erfolgt über die Straße Nr. 4. Mit zunehmender Höhe wird es kälter und wir fahren in die Wolken bei leichtem Regen.



Wir brauchen die Regenjacken bis wir wieder im Flachland sind.



Es geht über Gualaca bis David, wo wir nach mehrfachem durchfragen das Hotel „Residencial Avenida“ aufsuchen. Ankunft bei Dunkelheit ca. 19.°° Uhr. Doppelzimmer mit Aircondition für 19 US-Dollar, ein „sicherer“ Parkplatz ist vorhanden. Schnell noch was zum trinken einkaufen und den Abend auf dem Hotelbalkon ausklingen lassen.
Gefahrene Kilometer heute ca. 300.

Am 04.01.2010 starten wir gegen 9 Uhr, nach einem Frühstück im „Restaurant“ nebenan. Auf der Straße Nr. 43 geht es über Bajo Boquete, zum Aufstieg des Vulkan Barú. Eigentlich war der Plan, diesen zu erklimmen. Die Piste bis nach oben geht rund 15 km auf über 3000 Höhenmeter.



Nach kurzer Distanz im unteren Teil des Anstieges brechen wir ab. Der steile Anstieg, Art und Zustand der Piste, bereits hier unten, verheißen keinen einfachen Ausflug bis zum Gipfel…



Die Piste präsentiert sich mit losem Untergrund, tiefen ausgewaschenen Vertiefungen, gespickt mit größerem Geröll und Felsbrocken. Wir sind der Ansicht, dass wir für diesen fahrerischen Anspruch zu ungeübt sind…
Also fahren wir in die flachere Region des „Nationalparks Volcán Barú“, über Jaramillo Arriba,





















Bajo Boquete bis zur „Schwimmstelle“ des Rio Majagua, südlich von Los Algarrobes. Dieser Platz ist bei den Einheimischen sehr beliebt, zum Verweilen an Feierabenden oder an Wochenenden.





Nach einem erfrischenden Wassergang geht es zurück nach David ins Hotel „Residencial Avenida“. Es ist noch genug Zeit, ein bisschen zu Fuß durch das Viertel von David zu schlendern in dem wir untergebracht sind und einen Snack zu nehmen. Nebenbei bemerkt: Das „Old Milwaukee“ Bier schmeckt echt beschissen.
Gefahrene Kilometer heute ca. 120.


Den 05.01.2010 beginnen wir mit packen, frühstücken nebenan



und der Fahrt auf der Panamericana, über Santiago nach Penonomé.
Auf dem Highway sehen wir einen schweren Unfall. Im Gefälle einer Kurve ist ein Truck die Böschung hinuntergestürzt. Vermutlich haben die Bremsen versagt… das kommt bei den Trucks hierzulande öfter vor, glaube ich. Auch das benötigte Superbenzin mit 95 Oktan ist auf dem Highway nicht an jeder Tankstelle erhältlich, wir müssen mehrere anfahren.
Ebenfalls auf dem Panamericana machen wir heute unsere erste „scharfe“ Polizeikontrolle mit. Der Highway ist auf der kompletten Breite mit einer „Polizeibrücke“ ausgestattet, besetzt mit einem ganzen Rudel Beamte. Wir haben seit dem Grenzübergang wirklich einen ganzen Packen an Papieren für die Motorräder dabei. Das ganze Zeug will keiner sehen, außer dem einen Papier, das von dem Grenzbeamten in Panama ausgestellt wurde, wofür wir den „Schlepper“ gebraucht haben. Genau DIESES Papier wollen die Jungs sehen, damit wir weiter fahren dürfen. Das Weiterfahren hier ist nur mit dem Einverständnis der Polizisten möglich.
In Penonomé checken wir in der Pensión Los Pinos ein, das direkt am Highway liegt.
Die Zimmer sind einfach und auf der Rückseite des Gebäudes kleiner als auf der Vorderseite. Wir entscheiden uns für die hintere Seite, weil die Atmosphäre da irgendwie privater ist als vorne, nicht so einsehbar vom Highway aus.
Preis für ein DZ mit AC und Bad 16,50 US-Dollar.
Wir entdecken im Ort einen Bäcker und ein SB-Restaurant, ideal für Frühstück und Abendessen. Wir decken uns im Supermarkt mit Getränken ein, um den Abend im Außenbereich unserer Pension, mit Cabernet Sauvignon und absolut trinkbarem „Balboa“ Bier ausklingen zu lassen.



Ähm… räusper… also ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in Mittelamerika günstige Unterkünfte sehr häufig als „Stundenhotel“ benutzt werden…
Also an diesem Abend sind wir die einzigen Besucher der Pension, die den Abend außerhalb des Gebäudes verbringen und dabei amüsiert das „Aus und Ein“ der hinteren Zimmer zur Kenntnis nehmen;o))
Gefahrene Kilometer heute ca. 300.

Den 06.01.2010 wollen wir mit der Erkundung des Umlandes von Penonomé verbringen. Nach reichlich Süßzeug und Kaffee beim Bäcker starten wir über La Pintada durch den Nebel- und Regenwald des Omar Torrijos Nationalpark.



Ab La Venta geht es über eine gut ausgebaute und schnell befahrbare Piste



Richtung Coclectio, durch kleinere Orte,













über diverse Flussabschnitte.

Auf unserer Karte ist über Coclectio ein Rundkurs verzeichnet, der fahrbar aussieht.
Diese Piste ist irgendwann für den „öffentlichen Verkehr“ gesperrt, nur autorisierte Fahrzeuge dürfen die bewachte Schranke passieren.
Wir kehren um und versuchen eine alternative Variante, wo ein Abzweig durch den Fluss San Juan führt. Der Fluss sieht breit und tief aus. Die Leute hier überqueren den Fluss per Boot oder zu Fuß. Das Wasser reicht den Jungs bis an die Hüfte, vermutlich zu tief um mit dem Motorrad durchzufahren.



Die Leute vermitteln uns, dass es einen Weg nach dem Fluss gibt, der auf unserer Karte verzeichnet ist, ein reiner Fußweg, unfahrbar für Autos und Motorräder. Wir verweilen ein bisschen um zu beobachten was die Leute am Ufer so machen...



Also entscheiden wir uns für ein erfrischendes Bad im sauberen Flusswasser, bevor wir den Rückweg antreten.



Der Rückweg erfolgt wieder über die gut ausgebaute Piste. Vereinzelt kommen kleinere Transporter als Gegenverkehr. Eine klare „Fahrspur“ links oder rechts scheint es auf Pisten generell nicht zu geben. Auch hierzulande sucht sich der 4-rädrige Verkehr die am besten befahrbaren Stellen aus, um im Schneckentempo die Holperstrecke zu passieren.



So ergibt es sich, dass ich mich beim „vorauspreschen“, nach einer Kuppe, überraschend Auge in Auge mit dem Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs wiederfinde. Ich, aus meiner Sicht, ganz rechts. Er, aus seiner Sicht, ganz links.
Ähm… blöd das… rechts geht’s einen Steilhang runter. Bin viel zu schnell um auf dem losen Untergrund einen „Haken zu schlagen“. Nix wie runter vom Gas, so stark wie möglich und so sanft wie nötig bremsen, um dem Entgegenkommenden die erforderliche Zeit zu verschaffen das Feld zu räumen… puhhh, das war mal wieder knapp…
Auf dem Rückweg widerfährt uns eine erneute Polizeikontrolle innerhalb eines Ortes.



Dieses Mal ist es ein einzelner Polizist, der uns mit strengem Blick anhält. Er erkennt schnell, dass wir keine Einheimischen sind und fragt, wie viele Andere auch, wo wir herkommen. „Alemania“ antworten wir und sein Blick wird sehr freundlich. Er will irgendwas von uns sehen, die Zulassungskarte für die Motorräder, die hierzulande üblich ist, oder irgendwas in der Art. Er hatte nicht bemerkt, dass die Fahrzeuge aus Costa Rica sind, und Wusti kramt den Packen Papiere rau,s den wir haben. Er lacht verständnisvoll abwinkend und will von dem Papierkram nichts mehr wissen. Mit freundlicher Geste winkt er uns weiter.
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp bei dem zweiten Bäcker in Penonomé, wo es sehr leckere „Chichas“ gibt, eiskalt ein echter Genuss. Chichas sind Fruchstäfte, die nach unterschiedlichen Rezepten, mit Wasser, Milch oder Joghurt, selbst hergestellt werden, häufig sehr süß.



Abendessen im SB-Restaurant, Getränke im Supermarkt besorgen, Ausklang mit Cabernet Sauvignon und „Balboa“ Bier.
Gefahrene Kilometer heute ca. 180.

Am 07.01.2010 gibt’s wieder lecker Frühstück beim Bäcker, bevor wir uns über den Panamericana aufmachen nach Panama City. Wir wollen den Panamakanal sehen.
Wir überqueren den Kanal auf der Brücke an der Pazifikseite zu Panama City.







Wir sehen auf unserer Karte einen Aussichtspunkt, von wo aus die Schleusenaktivitäten zu sehen sein müssten. Wir sind extra früh losgefahren, da zwischen 9 und 10 Uhr die Wahrscheinlichkeit am größten ist, einen Schleusengang sehen zu können. Etwas desorientiert wie wir zu dem Aussichtspunkt gelangen könnten, fahren wir irgendwie ein bisschen in Panama City rum und dann wieder zurück über die Brücke, über die wir gekommen waren.
Weiter entlang des Kanals, weil auf unserer Karte da noch eine weitere Brücke sein muss. Dort werden wir wieder zurückgeschickt, da diese Brücke für uns nicht befahrbar wäre, da hier nur ein „Arbeitsgebiet“ wäre… hängt evtl. mit den laufenden Bauarbeiten für die Kanalverbreiterung zusammen…
Naja, also wieder zurück nach Panama City und den Aussichtspunkt auf der anderen Seite des Kanals suchen. Wir finden ihn nicht. Die erste Brücke ist trotzdem ein gewaltiges Bauwerk. Nach der 4. Panamakanalüberquerung, über eine Brücke bei Paraiso, treten wir letztendlich die Rückfahrt nach Penonomé auf dem Panamericana Highway an. Auf dem Rückweg machen wir noch eine Rast, mit Pazifikbadegang an einem Strand, ca. 50 km vor Penonomé.





Rückfahrt mit Essen im SB-Restaurant (die kennen uns jetzt schon, sind sehr freundlich und lassen uns alles probieren was wir an Essbarem nicht kennen…)



Getränkevorrat im Supermarkt auffüllen, Ausklang im Los Pinos, mit Cabernet Sauvignon und absolut trinkbarem „Atlas“ Bier.
Gefahrene Kilometer heute ca. 340.


Am 08.01.2010 reisen wir gegen 8.30, nach dem Frühstück beim Bäcker, aus Penonomé ab. Es geht wieder über die Panamericana (die nahezu einzige durchgängige Verbindungsstraße in Panama) nach Divisa.
In Divisa biegen wir ab auf die Halbinsel Azuero, über Chitré





nach Guare.
In Guare biegen wir ab









nach Las Trancas. Laut unserer Karte gibt es einen Weg von Las Trancas nach Las Tablas. Wir wählen diese Route, auf der Suche nach einem Wasserfall von dem wir gelesen hatten. In Las Trancas fragen wir nach dem Fluss an dem der Wasserfall sein müsste und man deutet in eine Richtung wo es auf einer Piste weiter geht.
Uns freut es mal wieder, abseits von Asphalt unterwegs zu sein.





Unterwegs begegnen wir einer Familie, die wir erneut nach dem Weg fragen, unsicher ob wir uns in die richtige Richtung bewegen. „Las Tablas?“ fragen wir und deuten in die Richtung, in der die Piste weiter geht auf der wir gekommen sind. Der Vater schaut skeptisch und deutet an, dass es da nach Las Tablas geht, die Strecke aber für die Motorräder nicht passierbar sei. Die älteste Tochter schaut grinsend uns an, dann auf den steilen Pistenabschnitt von dem wir gekommen waren. Ihrem Gesichtsausdruck nach scheint sie der Meinung zu sein, „wer die Piste bis hierher fahren kann, wird auch den Rest des Weges schaffen“. Sie deutet grinsend nickend in Richtung Las Tablas.
Wir versuchen unser Glück. Anfangs ist die Piste noch gnädig friedlich, die Passagen sind gut zu fahren. Nach einer Flussdurchfahrt ändert sich das. Wir sind heute unternehmungslustig und nehmen kampffreudig die erste steile Passage, direkt nach dem Fluss. Diese Passage ist stellenweise sehr tief ausgewaschen, in den Vertiefungen besteht loser Untergrund. Auf dem „Pfad“ ganz rechts sollte das aber machbar sein. Ich gebe Gas und greife an. Etwa in der Mitte des steil ansteigenden Abschnittes kann ich die Spur auf dem Pfad nicht halten und kriege eine der Vertiefungen mit losem Untergrund und fiesen Absätzen unter die Räder. Schreckhaft vom Gas gehend, bleibe ich am nächsten hohen „Kuhlenabsatz“ hängen. Bin so festgefahren, dass wir die Maschine nur zu zweit auf die fahrbare Rille zurückbringen können.
Das Gelände ist wesentlich steiler als es auf den Bildern aussieht.



Wir schaffen diese Etappe. Durchgeschwitzt geht es weiter bei zunehmendem Schwierigkeitsgrad.
Immer wieder müssen wir anhalten um den bevorstehenden Pistenabschnitt anzuschauen, und die fahrbare „Rille“ ausfindig zu machen. Diese Abschnitte fährt immer einer alleine, während der andere wartet bis die Etappe geschafft ist und dann erst los fährt. Nur so ist eine festgefahrene Maschine im steilen Gelände wieder zu befreien. Viele Abschnitte sind so steil, dass die Maschine bei blockierten Rädern (Gang drin, Motor aus) auf dem losen Untergrund abwärts rutscht. Beim Absteigen ist es oft schwierig, sicher auf den Füßen zu stehen, man rutscht im Stehen an vielen Stellen ab.
Von vielen üblen Passagen gibt es keine Bilder, wir hatten keine Hand zum fotografieren frei.


[






Bei 28-32°C (unter den Protektoren für Frauen gefühlt wie 52,4°C;o) läuft der Schweiß in Strömen. Bei den körperlichen Anstrengungen nach den Erkundungsmärschen vor den steilen Abschnitten und dem „ Manövrieren der Motorräder“, bettelt jede einzelne Muskelfaser flehend um Gnade. Mein sensibler Kreislauf geht allmählich in die Knie.



Einen Wasserfall finden wir nicht, dafür machen wir an dem Flüsschen eine wirklich erforderliche Pause mit Wassergang.



Die Strecke die wir bis hierher geschafft haben will ich auf keinen Fall wieder zurück. Wir denken, dass wir das „Schlimmste“ hinter uns haben, bestimmt geht es den Rest bis Las Tablas einfacher,… es sollte noch schlimmer kommen!







Für die rund 15 km von Las Trancas nach Las Tablas haben wir rund 1,5 Stunden gebraucht, die Pause am Fluss ausgenommen.
Völlig erledigt kommen wir in Las Tablas an. In der ersten Bar werden wir mit eiskalten Chichas versorgt und können ein bisschen ausruhen.



Alle Vorbeikommenden beäugen uns neugierig, freundlich und grüßen. Einer von ihnen spricht uns an und deutet grinsend in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Da wir kein Spanisch können und verstehen, nehmen wir an er fragt irgendwas wie: „Seid ihr aus der Richtung gekommen?“ Wir nicken schweigend. Sein Grinsen wird breiter und er nickt uns anerkennend zu…
Diese Strecke war bis zum heutigen Tag das härteste was wir „Hobby-Enduristen“ je gefahren sind. Hätte vor einigen Wochen jemand zu mir gesagt „Fahr da hoch oder runter“, hätte ich mit Sicherheit geantwortet „Nein, das kann ich gar nicht“.
In Las Tablas suchen wir das Hotel „Piamonte“ auf und checken ein. Das Hotel Piamonte befindet sich auf beiden Seiten der Ave. Belisario Porras. Im Nebengebäude, gegenüber dem Hauptgebäude, sind günstigere Zimmer zu mieten. Wir entscheiden uns für ein kleines DZ mit Ventilator für 15,40 US-Dollar.
Abendessen in einem Restaurant einige Meter vom Hotel entfernt. Ausklang auf dem Hotelbalkon, wo man rauchen darf, mit Seco (wodkaähnliches Getränk, das in Panama hergestellt wird) mit O-Saft.


Gefahrene Kilometer heute ca. 180.


Den 09.01.2010 gehen wir gemütlicher an. Mein Muskelkater und die Schwielen an den Händen entwickeln sich prächtig.
Irgendwie ist es heute auch sehr ruhig auf der Straße. Evtl. ist das hier samstags so üblich…
Nach einer Runde Wäsche waschen… ja das hab ich echt gemacht… starten wir, nach einem ausgedehnten Frühstück beim Bäcker. Es geht in der Küstenregion über Porci zum Strand von La Concepión. Der Strand ist menschenleer, es ist sehr windig und irgendwie einladend, für ein bisschen Blödsinn…



Auf dem Strand ist auch Verkehr.



Weiter geht es über Pedasi, Los Asientos, Los Pozos zum Playa Venado, dominiert von Surfern.



Am Ende der Bucht finden wir, nach einer weiteren Strandfahrt, einen ruhigeren Strandplatz, an dem der Wellengang wesentlich flacher ist, als in der Mitte der Bucht.



Die Rückfahrt erfolgt über die Straße, über die wir gekommen waren.
Noch schnell einkaufen und Getränkevorrat im Supermarkt auffüllen…komisch heute: Alle Gänge, in denen alkoholische Getränke stehen, sind mit Klebebändern „blockiert“.
Wir essen im Hotelrestaurant Fisch, ist echt gut.
Den Abend lassen wir wieder auf dem Hotelbalkon mit Seco und O-Saft ausklingen.
Dort begegnen wir den Schweizern Pedro (eigentlich Peter) und Yolanda, die aus Kuba stammt und perfekt Spanisch spricht. Sie klärt uns über den heutigen Tag auf:
Der 09.01. ist in Panama ein Feiertag, in unserem Reiseführer übrigens nicht aufgeführt. Im Zusammenhang mit einem Flaggenstreit kommt es 1964, in der unter US-Verwaltung stehenden Panama-Kanal-Zone, zu schweren Zusammenstößen, die mehrere Tote und zahlreiche Verletzte fordern. Der Gedenktag gilt den Studenten, die als Märtyrer gestorben sind, weil sie die Panamaflagge am Panama-Kanal hissen wollten…
Heute ist es untersagt Alkohol zu konsumieren und zu verkaufen. Wer beim Verkauf von Alkohol erwischt wird, kann mit Bußgeld bis zu 1000 US-Dollar bestraft werden…
Gefahrene Kilometer heute ca. 180.

Am 10.01.2010 reisen wir nach dem Frühstück aus Las Tablas



über Las Trancas ab, erneut auf der Suche nach einem Wasserfall von dem wir gelesen hatten. Yolanda hat gestern, nach einem Interview mit einem Einheimischen, eine Markierung auf unserer Karte eingezeichnet, wo der sich befinden soll. Ab Las Trancas geht es über eine Piste weiter. Wir finden den Wasserfall auch diesmal nicht. Nach unserer Karte müsste es möglich sein, über eine Piste nach Macaracas zu gelangen, von wo aus wir nach Tonosi wollen. Die Piste ist anfangs gut ausgebaut und geht durch etliche, gut passierbare Flüsse.



Schilder sind gar keine da, dafür aber wirklich viele Abzweige in alle Richtungen. Wir verfahren uns an diversen Abzweigen und müssen umkehren, weil es hier nicht weiter geht.





Nach häufigem Nachfragen sind wir irgendwann halbwegs sicher, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Die Piste mutiert in einen sehr schlechten 4WD-Weg, dann in einen Fuß- bzw. Viehtriebweg. Der Pfad wird immer schwieriger zu fahren, immer steilere Abschnitte, Geröll in sämtlichen Formaten, Felsen und tiefe Spalten durch Erosion.



Wieder mal an einer Gabelung des Weges, entscheiden wir uns für links aufwärts.









Oben angekommen machen wir Halt um uns zu orientieren, weil hier wieder eine Weggabelung ist. 2 junge Männer kommen auf uns zu und sprechen uns an. Wir vermitteln unser Vorhaben, den Weg nach Macaracas fahren zu wollen. Die beiden machen uns klar, dass wir hier falsch sind. Sie machen uns sehr glaubwürdig und nachdrücklich ebenfalls klar, dass es unmöglich wäre die restliche Strecke dort hin zurückzulegen, da der Weg durch Felsbrocken und Erosion unbefahrbar und lebensgefährlich ist. Die beiden sind wirklich überzeugend. Etwas unwillig treten wir den Rückweg auf der Strecke, auf der wir gekommen waren, an. Es wären nur noch rund 10 km gewesen…
Mit "Viechern" aller Art muss man immer rechnen.



Wieder in Las Tablas angekommen, sind wir total durchgeschwitzt und staubig.



Nach einer stärkenden Pause mit Snack und Getränken geht es über Valle Rica nach Tonosi.



Heute ist Sonntag und irgendwie haben alle ein freundlich/neugieriges, tierisch fettes Grinsen im Gesicht, das auf überhöhten Alkoholgenuss zurückzuführen sein dürfte. Wir checken im Hotel „Valle Tropical, gegenüber des Hospital ein. DZ mit AC für 20 US-Dollar. Zimmer sind sehr gepflegt und geräumig, mit 3 Betten und Schrank. Tägliche Reinigung der Zimmer und frische Handtücher. Parken durften wir in einem Zimmer und im Flur des EG.





Wir essen im Restaurant unten im Hotel noch was und lassen den Abend mit Seco und O-Saft ausklingen.
Gefahrene Kilometer heute ca. 180, davon ca. 80 km Offroad.


Nach reichlich Kaffee im Hotelrestaurant geht es am 11.01.2010 von Tonosi über Ave Maria zum Playa Abajo. Ein wunderschöner, unter der Woche menschenleerer Strand. Es gibt hier ein Restaurant, das von einem Franzosen geführt wird.





Nach dem 2. Kaffeestopp beim Franzosen wollen wir den Strand erkunden.



Wir starten über den Strand und finden nach ca. 8 km einen schönen Platz, der zum Verweilen und Baden im Meer einlädt.



Es ist keine Menschenseele zu sehen. Nur zweimal bekommen wir Besuch.
Einmal vom Meer aus.



Einmal vom Strand aus.



Üblicherweise grüßen durch einen Handwink.
Irgendwann geht es den Strand zurück, wieder zum Franzosen. Fischgerichte sollen dort sehr gut sein.





Während wir auf das Essen warten, haben wir reichlich Gelegenheit, den Einheimischen bei der Wassergymnastik mit ihren Pferden zuzuschauen.



Eines der Pferde haut aber immer wieder ab… das hat offensichtlich echt keinen Bock mehr…



Dann wird Wustis Lobster und mein Fischle serviert.



Kein Witz: Eine Möve will mir echt den Fisch vom Teller klauen…



… die hab ich aber verscheucht!
Das Essen beim Franzosen ist gut, für die Verhältnisse in Panama aber nicht so ganz günstig. Lobster 11 US-Dollar, inkl. Fisch und Getränke rund 20 US Dollar.
Wieder zurück nach Tonosi, um uns bei den Mädels im Restaurant am Ortsausgang, Richtung Corocita, noch einen „Liquado de Fruta natural con Aqua“ einzuverleiben.



Rezept: Frisches Obst, z. B. Ananas, Banane, Mango, Melone… was es halt grad gibt, mit Zucker und Eiswürfeln in den Mixer. Häufig wird noch ein Schuss Kondensmilch und Vanillesirup hinzugegeben. Das Ganze ist dann eine cremige, eiskalte, trinkbare Masse… Das Zeug ist bei den Temperaturen so was von lecker und erfrischend, ich könnt mich da glatt reinlegen…
Einkauf im Supermarkt.



Und zurück ins „Valle Tropical“, wo es heute etwas Unruhe gibt weil der Strom ausgefallen ist.
Den Abend lassen wir im Restaurant, nahezu bei Dunkelheit, mit Salatplatte und Chardonnay ausklingen.
Etwas möchte ich zu dem Ort Tonosi und den Menschen hier in der Umgebung noch erzählen:
Die Menschen hier sind irgendwie ein bisschen anders… Evtl. hängt es mit der Geschichte Tonosis zusammen. Tonosi war früher Zufluchtsort für Gesetzlose, die Konflikte gewaltsam gelöst hatten und dann hierher kamen, um ihrer Bestrafung zu entkommen.
Hier hat man eine eigene Mentalität und Musik. Die Leute verhalten sich irgendwie cooler und gelassener. Hier herrscht ein bisschen „Wild West-Flair“.
Gefahrene Kilometer heute ca. 60.

Am 12.01.2010 schauen wir ein bisschen das Ortsinnere von Tonosi an.



Dann gibt´s ein ordentliches Frühstück, wie es hier üblich ist, bei den Mädels im Restaurant, am Ortsausgang Richtung Corocita.



Heute wollen wir zu einem Wasserfall in der bergigen Region, in der Nähe von Altos de Güera. Die Straße ist eine… man könnte sagen „Asphaltpiste“. Ehemals asphaltiert, heute abschnittsweise komplett ohne Asphalt, der Rest der Straße ist z. T in äußerst bescheidenem Zustand.





Nach vielen Abzweige und mehrmaligem Fragen nach dem Wasserfall „La Angostura“, finden wir den Zugangspfad zu dem Wasserfall.



Er ist nur zu Fuß erreichbar. Da wir die Motorräder nicht unbeaufsichtigt zurücklassen wollen fahren wir zurück über Tonosi, nach Cambutal.



Cambutal ist der südlichste, auf Straßen erreichbare Ort in Panama. Nach dem Ort gibt es eine Piste, die entlang der Küste weiterführt. Wir erkunden ein bisschen die Gegend hier.





Die Hitze der Mittagssonne macht Lust auf eine Abkühlung im Meer. Den Strand finden wir hier nicht so prickelnd und Schatten ist auch nicht zu finden.
Also kehren wir um, wieder zum Playa Guanico Abajo, an den „einsamen Platz“ den wir gestern gefunden hatten, um uns im Meer abzukühlen.
Abends wieder zurück ins „Valle Tropical“, zum Ausklang im Restaurant mit Fisch, Hähnchen, Patacone (Backbananen) und Chardonnay.
Gefahrene Kilometer heute ca. 160.
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Old 04-10-2012, 09:33 AM   #8
Idnug OP
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Der 14.01.2010 ist Abreisetag aus Tonosi. Nach wieder mal reichlich Süßzeug beim Bäcker geht es auf die „Asphalt-Piste“ über Macaracas, mit ungewollten Abstechern da wir uns mehrfach verfahren haben, über Los Pozos, Las Minas, Ocú auf den Panamericana.
Auf den Highway



geht es über Santiago nach San Felix.

Wieder erleben wir auf dem Highway eine „scharfe“ Polizeikontrolle, an der selben Stelle wie letztes mal. An der „Polizeibrücke“ auf der kompletten Breite der Straße, die mit einem ganzen Rudel Beamte besetzt ist. Dieses Mal stellen die Beamten fest, dass das erforderliche Papier für Panama bei beiden Motorrädern auf das selbe Kennzeichen ausgestellt ist. Nach einigem Protest des Polizisten, dem wir nur achselzuckend begegnen können, lässt er uns weiterfahren.
In San Felix suchen wir die Unterkunft „Cholo“ auf, ein Insidertipp von Yolanda und Pedro. Ein Schild gibt es am Cholo nicht, nur zu finden wenn man es kennt. Vom Highway geht die Straße nach San Felix. Am Ortseingang befindet sich links das Hospital. Gleich danach erste Abfahrt links, dann ist das „Cholo“ in der 3. Hauseinfahrt auf der rechten Seite zu finden.
Wir nehmen ein DZ mit AC, Preis 15 US-Dollar. Die Zimmer sind einfach, geräumig, mit 3 Betten. Während unseres Aufenthaltes keine Zwischenreinigung, keine frischen Handtücher.
Es ist noch früh und wir erkunden die Umgebung von San Felix Richtung Landesinnere. Das Bild der Menschen hier ist durch Indios dominiert.



Am Fluss San Felix mit Brücke entdecken wir, nach einem Abstecher abseits der Straße, eine Schwimmstelle mit kleinem Wasserfall im Rio.



Der Fluss ist sehr „belebt“. Hier erledigen die Indios alles was möglich ist…Wäsche und Autos waschen, baden, anschließend Körperwäsche mit Einsatz von Seife, Wasser zum mitnehmen in Kanister abfüllen, zum Schluss noch Motorwäsche vom Auto. Das liegt daran, dass es in den meisten Teilen der Indiogebiete im Landesinneren, nur eine Pipeline-Wasserversorgung gibt, d. h. eine Leitung für alle.
Nach einem erfrischenden Bad im Fluss geht´;s zurück nach San Felix.



Im Internetcafe mit Soda nebenan, gibt es den begehrten „Liquado de Fruta“.
Ausklang mit kühlem Drink auf dem Terrassenbalkon des „Chollo“.
Gefahrene Kilometer heute ca. 320.


Am 15.01.2010 wollen wir die Küstenregion um Las Lajas erkunden.
Nach einem deftigen, landesüblichen Frühstück, geht es über Las Lajas zum Play Las Lajas. Als wir ankommen ist totale Ebbe, eine gute Gelegenheit den Strand komplett entlang zu fahren.



Fahrbare Etappe hier, sind die 6 km zwischen den beiden Flüssen, die ins Meer münden. Sie sind beide zu breit und zu tief für eine „Durchfahrt“. Es geht zurück über Las Lajas, über Santa Cruz, Offroad bis zur Meereseinbuchtung, die von Mangrovenwäldern umgeben ist. Hier endet die Piste.





Auf unserer Karte ist eine Piste verzeichnet, die zwischen den Flüssen zum Playa Lajas führt. Wir machen uns auf, diesen Weg zu suchen. Ich glaube fast, wir sind jeden brauchbaren Abzweig durch die Waldlandschaft um Las Lajas gefahren. Jede Piste endet irgendwo in der Pampa, meistens an einem Eingangstor zu Viehweiden oder einer Hacienda…





Gegen Mittag geben wir die Suche auf, auch die Nachfragen bei Einheimischen bringen keine neuen Erkenntnisse.
Zurück zum Playa Las Lajas um Strand und Meer zwischen den Flüssen zu genießen.



Also raus aus den Klamotten und ab ins Meer. Es ist windstill. Irgendwelche fliegenden Miniviecher, wesentlich kleiner als die mir bekannten Sandfliegen, die üblicherweise in Gegenden vorzufinden sind in denen sich „Mischwasser“ befindet, beißen einen ständig. Yolanda nennt die fliegenden Mistviecher, in der Größe eines Sandkorns, die bei Windstille auf sandigem Untergrund plötzlich da sind, „Chitras“. Die Bisse sehen anfangs ganz harmlos aus.
Nach einem Tag werden das ausgewachsene, juckende „Stiche“, die bei mir erst zu Hause abheilen… Also: Wenn Euch irgendwo mal solche Viecher angreifen, sofort gehen. Diese Bisse brauch’ wirklich niemand.
Auf dem Rückweg tanken, wir müssen wieder auf den Highway um 95-er Benzin zu bekommen, und Getränkevorrat auffüllen. Der anschließende Besuch im Internetcafe führt zu einem überraschenden Wiedersehen mit den Schweizern Yolanda und Pedro, die heute ebenfalls im „Chollo“ abgestiegen sind. Gebührend begehen wir unser erneutes Zusammentreffen bei Gladis, in der Panderia gleich um die Ecke. Bei Gladis gibt es die besten „Liquado de Frutas“ am Ort und reichlich selbst Gebackenes und Gekochtes. Nach dem gemeinsamen Essen verbringen wir den Rest des Abends, zusammen mit Yolanda und Pedro, im „Chollo“, mit angeregten Gesprächen und kühlen Getränken.
Gefahrene Kilometer heute ca. 110.


Am 16.01.2010 wollen wir die Bergregion, Richtung „Cerro Santiago“ erkunden. Dieses Gebiet ist nur noch von Indios besiedelt.
Es gibt mehrere fahrbare Rundkurse und Stichstraßen in der Bergregion um San Felix. Diese Region ist wirklich ein Eldorado für Offroad-Ausflüge.
Unser Vorhaben heute ist: so weit wie möglich hoch zu fahren. Die Sackgasse nach oben. geht über Las Matas












nach Hato Chami über eine Piste, die mit zunehmender Höhe immer anspruchsvoller wird, auf rund 1400 Höhenmeter.











Jetzt passiert etwas echt Doofes: Der 2. Akku für unsere Kamera gibt den Geist auf und wir können ab sofort keine Bilder mehr liefern…
Der Anstieg auf der Piste wird zunehmend anstrengender und schweißtreibender. Die Aussicht von hier oben ist wirklich phänomenal. Bewuchs und Landschaftsbild sind, außerhalb der Indio-Ortschaften, überwiegend naturbelassen. Auf einem sehr steilen und schwierigen Anstieg, kurz vor dem höchsten Punkt, passiert irgendwas mit meinem Motorrad. Gebe gerade Gas, um auf der sehr schmalen, fahrbaren Rille, den Hang zu erklimmen. Links der Spur ist ein Steilhang. Bin bemüht das Tempo zu halten, damit die Maschine nicht die fiesen Felsbrocken und Geröll unter die Räder bekommt. Trotz Gas bekommen wir keinen Schub mehr, ein wüstes Krachen von der Kette ist zu hören. Durch die fehlende Geschwindigkeit kann ich die geplante „gerade Linie“ nicht halten. Der linke Ellenbogenprotektor kommt, beim Abfangen der „Rumgeeier-Linie“, voll zum Einsatz. Kupplung schleifen lassen, noch mehr Gas, irgendwie hoch da, bloß nicht anhalten…. Wir kommen mit schwer springender Kette und gerissenem linken Spiegel oben an. Erst als wir wieder weniger ansteigendes Gelände unter Rädern und Füßen haben halten wir an. Der Kettenspanner auf der Antriebsseite ist abgerissen, die Kette hängt durch. Wir sind fast oben. Über einem Felsabsatz bauen wir mit Steinen unter dem Motorradrahmen eine Rampe, dass das Hinterrad frei ist um es ausbauen zu können. HR raus, den noch intakten Kettenspanner auf der Antriebsseite einbauen, HR wieder rein, sämtliche Schrauben extrem gut festziehen und hoffen, dass es hält.
Auf dem Rückweg halten wir nach dem Kettenspanner Ausschau. Wir finden das abgerissene Teil tatsächlich and der Stelle, an der es mir die Kiste "verrissen" hat und nehmen es mit. Die Rückfahrt erfolgt auf der selben Strecke, mit Stopp an der „Schwimmstelle“ im Rio San Felix.
Abendessen bei Gladis, die uns heute exklusiv bekocht. Da das Restaurant voll ist, dürfen wir in Gladis´ Wohnzimmer dinieren.
Den letzten Abend in San Felix verbringen wir wieder mit Yolanda und Pedro im „Chollo.
Gefahrene Kilometer heute ca. 75, davon ca. 44 Offroad.


Die Abreise aus San Felix erfolgt am 17.01.2010. Über den Panamericana geht es über David zum Grenzübergang nach Costa Rica, in Paso Canoas.
Ein Junge bietet gleich nach der Ankunft an der Grenze seine Hilfe an. Wusti nimmt sein Angebot an und lässt sich von dem Jungen zu den unterschiedlichen Stationen der Grenze begleiten.
Die Prozedere laufen ab wie folgt:
- Schalter für „Fahrzeuge“ aufsuchen und Austragung der Fahrzeuge aus den Reisepässen. Dabei wird das Papier, das bei der Einreise von den Grenzbeamten in Panama ausgestellt wurde, einbehalten.
- Es muss eine „Marke“ gekauft werden, Preis 1 US-Dollar, die am Schalter für „Personen“ für die Ausreise benötigt wird.
- Schalter für „Personen“ aufsuchen und Personenausreise im Reisepass eintragen lassen, dabei wird die vorher gekaufte Marke in den Reisepass geklebt.
- Schalter zur Fahrzeugdesinfektion aufsuchen, Durchfahrt „Desinfektions-Schleuse“ und Erhalt eines Bestätigungsformulars, für 2,50 US-Dollar je Fahrzeug. Diese Schleuse sieht aus wie eine Waschanlage. Motorräder werden nur mit Desinfektionsmittel benebelt, Autos und Trucks kriegen eine Vollwäsche.
Das Bestätigungsformular für die Fahrzeugdesinfizierung wird u. U. für die Einreise nach Costa Rica benötigt. Bei uns wurde es nicht verlangt.
- Am Grenzschalter für Costa Rica die Personeneinreise nach Costa Rica eintragen lassen.
- Den Jungen, der uns unterstützend begleitet hat, entlohnen.
Dauer für den Grenzübergang ist rund eine Stunde. Durch die Zeitverschiebung in Costa Rica -1 h ist für uns Ankunft Grenze auf Panamaseite 10.°° Uhr Panamazeit, Abreise der Grenze auf Costa Ricaseite 10.°° Costa Ricazeit. Weiterfahrt über den Panamericana bis Palmar Norte, dann links über Str. Nr. 34 nach Uvita.
Wie im Vorjahr, mieten wir uns in der Cabinas Los Laureles ein, die sehr schön gelegen und im Dschungel integriert ist.
Die Zufahrt auf dem Gelände sieht so aus:



Infos unter http://www.cabinasloslaureles.com
Letztes Jahr lag der Preis für die Unterbringung in einem Bungalow bei 30 US-Dollar, dieses Jahr bei 40 US-Dollar, was einen kleinen Eindruck über die Entwicklung des Preisniveaus in touristischen Gegenden Costa Ricas wiederspiegelt.
Es ist noch früh genug für einen Ausflug zu dem ca. 6 km entfernten Wasserfall.



Abendessen in Cambutal, größte Soda auf der linken Seite, bei Einfahrt von der Hauptstraße, etwa in der Mitte des Ortes. Diese Soda hat eine große Auswahl, ist gut und verhältnismäßig günstig.
Nach dem Auffüllen der Getränkevorräte lassen wir den Abend, in der „Dschungelkulisse“ am Bungalow, mit kühlen Getränken ausklingen.
Gefahrene Kilometer heute ca. 320.

Am 18.01.2010 wollen wir die Piste von Uvita, über Soccrro, nach San Rafael erkunden. Wir starten ca. 8.30, vorbei an „unserem Wasserfall“, dann Aufstieg zum höchsten Punkt auf ca. 700 m. Der Aufstieg wird mit zunehmender Höhe immer schwieriger, wir müssen wieder oft anhalten um die fahrbare Rille auszumachen.
Das Meer hat Ebbe und unterwegs bietet sich der phantastische Blick auf die Küste mit dem genialen Anblick der vorgelagerten Sandbank in Form einer Walfischflosse. Diese präsentiert sich uns in ihrer vollen Pracht, noch schöner und eindrucksvoller als auf dem Foto:
http://perezzeledon.net/blog/media/u...l_uvita2_1.jpg
Die Piste ist zunehmend von extrem steilen Passagen mit losem Untergrund und erheblicher Erosion gekennzeichnet. Der Aufstieg wird anstrengender und schwieriger. Öfter fahren wir uns an aufwärts unüberwindbaren Absätzen fest und müssen die Maschinen, mit Hilfe von Muskelkraft, zurück auf befahrbaren Untergrund manövrieren. Nach rund 10 km und einer Stunde Wegzeit kommen wir, total erledigt und völlig durchgeschwitzt, am fast höchsten Punkt an. Das Antlitz der Piste auf den letzten Metern des Anstiegs veranlasst mich, an der nächst möglichen Stelle anzuhalten. Steilheit und Zustand der Piste sind hier auf einigen Metern… naja… sagen wir mal „Heavy Metal extrem“. Wir sehen Spuren eines Motorrades, das dieses Stück vor kurzem passiert haben muss. Neben den Reifenspuren sind Fußspuren zu sehen. Auch wir schätzen diesen Abschnitt als nicht fahrbar ein. Zugegeben machen sich bei mir, durch die Strapazen der zurückgelegten Kilometer, schon wieder sämtliche Muskelfasern flehend bemerkbar. Schiebend, mit Unterstützung des Motorantriebes, wäre es sicher möglich, das Stück zu überwinden. Wissend, dass uns ein wunderschöner, idyllischer Wasserfall mit Schwimmbassin erwartet, wenn wir umkehren, fällt recht schnell die Entscheidung zurückzufahren.
Der Abstieg geht wesentlich schneller, wobei die steilen Abschnitte auch abwärts ihre Tücken haben.

Zwischenepisödchen:
Während Wusti auf steilem Gefälle mit Kupplung und Bremse die Geschwindigkeit unter Kontrolle bringt, wenn die Motorbremse nicht ausreicht, habe ich mir angewöhnt überschaubare Abhänge nur mit Motorbremse zu fahren… So ergab es sich, dass ich einmal als „Dampfwalze“ in brutalem Tempo, im unteren Teil eines Steilhangs nach einer Kurve, hinter Wusti angewalzt komme, ohne jede Chance das Tempo herausnehmen zu können… Mir wird einfach bloß noch klar: Wenn Wusti nicht aus meiner Fluglinie verschwindet, schieß ich ihn unvermeidlich ab. Ein Sturz oder Zusammenstoß bei dieser Geschwindigkeit, in diesem Gelände, wäre verheerend. Panik macht sich breit. Wusti hat mit großer Wahrscheinlichkeit noch gar nicht bemerkt was sich hinter ihm anbahnt… Höre mich nur noch brüllen: „Wusti gib GAS! GIB GAS!!!!! Hau ab!“ Mit Erleichterung nehme ich wahr, dass er mich gehört hat. Durch einen Schulterblick erkennt er die Situation... Er gibt Gas...

Den Rest des Tages verbringen wir am „Wasserfall“ mit anschließendem Dinner in einer Soda am Ort und besorgen Getränke. Den Abend lassen wir erneut, heute etwas erschöpft, mit kühlen Getränken im Dschungelflair am Bungalow, ausklingen.
Gefahrene Kilometer heute ca. 20 Offroad.

Der 19.01.2010 ist der letzte Tag an dem uns die Motorräder den vollen Tag zur Verfügung stehen. Die Anstrengungen vom Vortag bleiben nicht folgenlos. Muskelkater in Armen und Oberköper, ebenso wie die Schwielen an den Händen machen sich heute extrem bemerkbar. Ein letzter Tag am Meer, am Strand von Cambutal, steht auf dem Plan. Ein guter Plan, denn heute ist es extrem heiß. Vor der Rückfahrt nach Uvita suchen wir noch mal die Soda in Camutal zum Dinner auf. Den Abend verbringen wir mit den Kanadiern, die wir im letzten Jahr hier schon einmal getroffen hatten, wieder mit kühlen Getränken am Bungalow.
Gefahrene Kilometer heute ca. 40.

Am 20.01.2010 ist Rückgabetag der Motorräder, in San Jose.
Wir reisen aus Uvita ab über Dominical, Barú, nach San Isidro. Die Strecke zwischen Dominica und Barú hat ein bisschen Pyrenäen-Charakter, bei typischer Costa Rica- Vegetation. Sehr ansprechend und kurvig. Dann geht es weiter über den Panamericana (Interamericana) an die höchste Stelle zwischen Alaska und Feuerland, etwa bei „Cerro de la Muerte“, bei rund 3.300 Höhenmeter.
Unterwegs müssen wir die Regenjacken anziehen, wegen zunehmender Kälte in den Höhenlagen.



Das Wetter spielt mit und die Aussicht ist heute sehr eindrucksvoll, ähnlich wie im Vorjahr.



In der höchsten Region, um den Interamericana, gibt es vereinzelt Pisten, die vom Highway abgehen. Wir erkunden ein bisschen die Gegend, um die Aussicht zu genießen. Auf der Weiterfahrt nach San Jose begegnen wir noch 2 Polizeikontrollen. Eine Radarkontrolle, via Laserpistole und eine recht scharfe Fahrzeugkontrolle. Dabei wurden sogar die Fahrgestellnummern der beiden XR kontrolliert.
Das letzte Stück nach San Jose werden wir von einem einheimischen Motorradfahrer begleitet, der uns den Weg in den Stadtteil Paseo Colon, zu „Wild Rider“, zeigt.
Vor der Motorradrückgabe laden wir das Gepäck im Hotel Cacts ab, wo wir sehr herzlich empfangen werden. Ohne Erklärungen oder Fragen wird uns die Tür geöffnet und der Zimmerschlüssel übergeben. Wir bringen die Motorräder vollgetankt zurück zu Wild Rider und tauschen uns rege aus. Hinter uns liegen rund 3.400 bewegte und ereignisreiche Kilometer mit vielen neuen Eindrücken. Wir verabschieden uns herzlich von Thomas und Thorsten, die wir bestimmt wieder sehen werden…
Den letzten Tag in Costa Rica lassen wir ruhig auf der Dachterrasse des Cacts, mit anschließendem Einkaufen, Abendessen und abschließendem Packen für den morgigen Rückflug ausklingen. Beim Packen verstauen wir das ganze „Dreckzeug“ wie die Protektoren, die 3 Wochen lang durchgeschwitzt wurden, Crosshemden und -hosen, die ebenfalls durchgehend eingesifft wurden, Stiefel, Tankrucksäcke, etc. in einer einzigen großen Tasche. Diese Tasche wird sehr eilig verschlossen beiseite gestellt. Wir ordern an der Rezeption den Weckdienst für morgenfrüh 5.°° und ein Taxi zum Flughafen für 6.°° Uhr.
Gefahrene Kilometer heute ca. 200.

Am 21.01.2010 klingelt um 5:°° Uhr das Telefon im Hotelzimmer und eine freundliche Stimme meldet sich „buenos días“.
Noch einen Kaffee, bevor wir um 6:°° ins Taxi steigen, um zum Flughafen zu fahren. Am Flughafen sind die Formalitäten zu erledigen: Tax an separatem Schalter in Höhe von 26 US-Dollar entrichten, Formular mit persönlichen Angaben ausfüllen, Gepäckaufgabe bei Condor.
Vor der Gepäckaufgabe bei Condor findet heute eine besondere Kontrolle statt. Die Gepäckstücke werden geöffnet und der Inhalt kontrolliert. Der Beamte greift bei unseren Gepäckstücken als erstes nach der größten Tasche, die wir dabei haben. Es ist die Tasche mit dem „dreckigen Stinkezeug“. Entsetzt halte ich die Hand vor mein Gesicht und höre mich sagen: „don´t do it“… Er öffnet den Reißverschluss der Tasche trotzdem. Nach kurzem, oberflächlichem Hineinsehen, schließt der Beamte eilig wieder den Reißverschluss. Fast zeitgleich werden unsere anderen Gepäckstücke ungeöffnet beiseite geschoben und wir werden, per Handwink, zur Gepäckaufgabe delegiert 8)


Zusammenfassung

Motorradvermietung in Costa Rica/Ausreis nach Panama
Für „bewährte Widerholungstäter“, als Motorradmieter bei der Motorradvermietung „Wild Rider“ in San Jose/Costa Rica (Infos unter http://www.wild-rider.com, besteht optional das Angebot, eine Ausreise für die Mietfahrzeuge nach Nicaragua oder Panama in die Wege zu leiten.
Unsere Recherchen betr. Mietfahrzeuge in Panama haben ergeben, dass man in Panama Autos und Motorräder mieten kann, nicht aber Enduro Motorräder. Später wird uns unterwegs durch einen Einheimischen bestätigt, dass es diese Art von Motorrädern in Panama nicht zu mieten gibt.
Die Kosten für Fahrzeugausreise mit Erledigung des Papierkrams durch Wild Rider belaufen sich auf 60 US-Dollar je Fahrzeug, die zu hinterlegende Kaution beträgt bei Ausreise aus Costa Rica 1200 statt 700 US-Dollar.

Flug über Costa Rica
Dieses Mal fliegen wir mit Condor, von Frankfurt aus, über die Domenicanische Republik, direkt nach San Jose/Costa Rica.
Zeitverschiebung in Costa Rica ist -7h zu MEZ.
Mit einem offiziellen „Airport-Taxi“ fahren wir ins Hotel Cacts, Taxikosten 22 US-Dollar.
Infos Hotel Cacts unter http://www.hotelcacts.com/pagina/menu%20gr.html, Übernachtungsreservierung wurde durch Wild Rider veranlasst.

Unterkünfte in Costa Rica

Puerto Viejo de Talamanca/Costa Rica:
Bei Kathy und Olaf im Vista Verde, Infos unter http://vistaverdehospedaje.weebly.com/
Mail vista_verde@racsa.co.cr
Tolle Zimmer mit Gemeinschaftsdusche und –WC, sehr sauber und freundlich gestaltet. Handtücher stehen zur Verfügung. Freie Nutzung der Gemeinschaftsküche und Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume, mit Tischen und Stühlen, in sehr schöner offener Gestaltung an den Garten.
Preis siehe Homepage.

Uvita/Costa Rica:
Cabinas Los
Infos unter http://www.cabinasloslaureles.com
Alternative, preiswertere Unterkünfte sind vorhanden.
Unterkünfte in Panama
In Panama ist, in den genannten Unterkünften, nur kaltes Wasser in den Zimmern vorhanden. In den Duschen gibt es keinen Duschkopf, dann gibt´s halt einen dicken „Manneken Piss-Strahl“ aus der Wand, geht aber auch gut.

David/Panama:
Residencial Avenida
Avenida 3ra, Este,
Calle D Norte
Mail residencialavenida@hotmail.com
Die Zimmer sind einfach und sauber. Während unseres Aufenthaltes keine Zwischenreinigung, keine frischen Handtücher.
DZ mit Bad/TV, mit Schrank und Tisch, rauchen auf dem Hotelbalkon möglich.
Sicherer Parkplatz vorhanden.
Preis mit AC 19 US Dollar
Preis mit Ventilator 14,50 US Dollar.

Penonomé/Panama:
Pensión Los Pino, Carr. Interamericana, gegenüber vom Kunsthandwerkermarkt.
Die Zimmer sind einfach aber sauber, auf der Rückseite des Gebäudes kleiner als auf der Vorderseite. Tägliche Reinigung der Zimmer und frische Handtücher.
DZ mit Bad/TV und AC, kein Schrank vorhanden, dafür 2 Stühle und ein Tisch.
Parkplatz direkt vor dem Zimmer.
Preis DZ mit Bad/TV und AC 16,50 US-Dollar.

Las Tablas/Panama:
Hotel „Piamonte“ auf beiden Seiten der Ave. Belisario Porras ansässig. Im Nebengebäude, gegenüber dem Hauptgebäude sind günstigere Zimmer zu mieten.
Die Zimmer sind einfach und sauber. Während unseres Aufenthaltes keine Zwischenreinigung, keine frischen Handtücher.
Hotelrestaurant sehr gut.
Parken durften wir im Flur des EG.
Preis f. kleines DZ mit Ventilator 15,40 US-Dollar.
Preis f. größeres DZ (3 Betten) mit AC 25 US Dollar.

Tonosi/Panama:
Hotel „Valle Tropical, gegenüber des Hospital.
Zimmer sind sehr gepflegt, sauber und geräumig, mit 3 Betten und Schrank. Tägliche Reinigung der Zimmer und frische Handtücher. Hotelrestaurant ist einfach aber gut.
Parken durften wir in einem Zimmer und im Flur des EG.
Preis DZ inkl. AC 20 US Dollar

San Felix/Panama:
Unterkunft „Cholo“
Ein Schild gibt es am Cholo nicht, nur zu finden wenn man es kennt. Vom Highway geht die Straße nach San Felix. Am Ortseingang befindet sich das Hospital links. Erste Abfahrt links, gleich nach dem Hospital, dann ist das Cholo in der 3. Hauseinfahrt auf der rechten Seite zu finden.
Wir nehmen ein DZ mit AC. Zimmer sind einfach, geräumig, mit 3 Betten.
Während unseres Aufenthaltes keine Zwischenreinigung, keine frischen Handtücher.
Parken im Hof des Gebäudes.
Preis f. DZ mit Ventilator 10 US-Dollar
Preis f. DZ mit AC 15 US Dollar

San Felix Empfehlung Panderia/Restaurant
Bei Gladis, in der Panderia, erste links nach der Polizeistation auf der Hauptstraße, vom Highway aus kommend. Bei Gladis gibt es die besten „Liquado de Frutas“ am Ort und reichlich leckeres selbst Gebackenes und Gekochtes.

Aus- und Einreise Costa Rica/Panama
Es ist wichtig, dass die Formalitäten, für Aus- bzw. Einreise in das jeweilige Land, korrekt abgewickelt werden. Fehlende Fahrzeugpapiere, Versicherungsnachweise und Einträge im Reisepass können zu enormen Problemen führen. Dafür kommen von/nach Costa Rica nur die Grenzübergänge in Sixola und Paso Canoas in Frage.

Procedere Grenzstation Personenausreise aus Costa Rica:
-U. U. Abgabe Kopie des Rückflugtickets, als Beleg dafür, dass man wieder nach Costa Rica zurückfährt und von dort ausreist.
-Abgabe Kopie des Reisepasses.
-Personenausreise aus Costa Rica im Reisepass eintragen lassen.
Procedere Grenzstation Fahrzeugausreise aus Costa Rica:
-Abgabe Kopie der Fahrzeugpapiere.
-Abgabe Kopie der Ausreisegenehmigung des Fahrzeugeigentümers, für das Fahrzeug (Ausstellung durch Fahrzeugvermietung/notarielle Beglaubigung, dass der Fahrzeugeigentümer keine Einwände gegen die Ausreise des Fahrzeuges hat und die Fahrzeuge „sauber“ sind, z. B. nicht als gestohlen, etc. gemeldet sind).
Fremde Hilfe ist für die Ausreise aus Costa Rica nicht erforderlich. Erforderliche Kopien können mitgebracht werden. Anfertigen fehlender Kopien ist, gegen Entgelt, in Nebenbüros an der Grenzstation möglich.
Erforderliche Kopien, je 1 St.:
-U. U.Rückflugticket
-Reisepass
-Fahrzeugpapiere
-Ausreisegenehmigung Fahrzeugeigentümer

Procedere Grenzstation Personeneinreise nach Panama:
-U. U. Abgabe Kopie des Rückflugtickets, als Beleg dafür, dass man wieder nach Costa Rica zurückfährt und von dort ausreist.
- Abgabe Kopie des Reisepasses.
-Personeneinreise nach Panama im Reisepass eintragen lassen.
Procedere Grenzstation Fahrzeugeinreise nach Panama:
-Schlepper beauftragen (Du musst den Schlepper nicht finden, der Schlepper findet Dich, bisweilen schon bei/vor der Ausreise aus Costa Rica).
-Abschluss Fahrzeugversicherung für das Fahrzeug, in separatem Büro. Preis, inkl. Kopie der Versicherungspolice, 15 US-Dollar.
WICHTIG: Das Original der Versicherungspolice muss mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.
-Abgabe Kopie der Versicherungspolice/Panama für das Fahrzeug (Abschließen der Versicherung ist nur in Panama möglich).
-Abgabe Kopie der Fahrzeugpapiere.
-Abgabe Kopie der Ausreisegenehmigung des Fahrzeugeigentümers, für das Fahrzeug (Ausstellung durch Fahrzeugvermietung/notarielle Beglaubigung, dass der Fahrzeugeigentümer keine Einwände gegen die Ausreise des Fahrzeuges hat und die Fahrzeuge „sauber“ sind, z. B. nicht als gestohlen, etc. gemeldet sind).
-Fahrzeugeinreise nach Panama im Reisepass eintragen lassen.
-Mitnahme der, vom Grenzbeamten ausgestellten, „Panama-Fahrzeugpapiere“ (welche Person fährt mit welchem Fahrzeug…), als Legitimation dafür, dass das Fahrzeug in Panama geführt werden darf.
WICHTIG: Diese Papiere müssen mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.
-Schlepper mit 20 US-Dollar entlohnen.
Fremde Hilfe (ein Schlepper) ist für die Einreise nach Panama erforderlich. Erforderliche Kopien können mitgebracht werden. Anfertigen fehlender Kopien und der Abschluss der Fahrzeugversicherung ist ohne „Schlepper“ nicht möglich. Der „Schlepper“ wird zusätzlich dafür benötigt, dass der Grenzbeamte die erforderlichen Papiere für das Fahrzeug ausstellt und die Einträge im Reisepass vornimmt.
Erforderliche Kopien, je 1 St.:
-U. U.Rückflugticket
-Reisepass
-Versicherungspolice/Panama für das Fahrzeug
-Fahrzeugpapiere
-Ausreisegenehmigung Fahrzeugeigentümer
Dauer ca. 3 Stunden.

Procedere Grenzstation Fahrzeugausreise aus Panama:
-Schalter für „Fahrzeuge“ aufsuchen. Austragung des Fahrzeuges aus dem Reisepass vornehmen lassen. Dabei wird das Papier, das bei der Einreise von den Grenzbeamten in Panama ausgestellt wird, einbehalten
-Nach Austragung des Fahrzeuges und Eintragung der Personenausreise aus Panama im Reisepass, Schalter zur Fahrzeug Desinfektion aufsuchen.
-Bestätigungsformular, für 2,50 US-Dollar, je Fahrzeug ausstellen lassen
-Fahrzeug in „Desinfektions-Schleuse“ desinfizieren.
Procedere Grenzstation Personenausreise aus Panama:
-eine „Marke“ muss eingekauft werden, Preis 1 US-Dollar, die am Schalter für „Personen“ für die Ausreise benötigt wird.
-Personenausreise im Reisepass eintragen lassen, dabei wird die vorher gekauft Marke in den Reisepass geklebt.

Procedere Grenzstation Personeneinreise nach Costa Rica:
-Grenzschalter Costa Rica aufsuchen.
-Personeneinreise nach Costa Rica im Reisepass eintragen lassen.
Procedere Grenzstation Fahrzeugeinreise nach Costa Rica:
-Das Bestätigungsformular für die Fahrzeugdesinfizierung wird u. U. für die Einreise nach Costa Rica benötigt. Bei uns wurde es nicht verlangt.
-Falls eine Person unterstützend begleitet hat, diese gebührend entlohnen.
Dauer ca. 1 Stunde.

Flora und Fauna in Panama
Im Gegensatz zu Costa Rica, hat Panama bei weitem nicht die üppige Vegetation Costa Ricas. Außerhalb der Gebirgsregionen ist die Landschaft von Weideland und Plantagen dominiert. Auf der Ostseite sind Bananen und Ananasplantagen, auf der Westseite mehr Zuckerrohrfelder zu finden.
Straßen und Verbindungen
Die Hauptverbindungsstraße in Panama ist der Panamericana Highway, die Verbindungsstrecke zwischen Pazifik und Atlantik, zwischen Panama City und Colón, sowie David und Chirqui Grande, die auf der Atlantikseite bis zur Grenzstadt Sixola weiter geht. Es sind unzählige kleinere Straßen und Pisten in den einzelnen Regionen vorhanden. Sehr viele davon gehen in unwegsame Regionen und enden als Sackgasse. In den unwegsamen Regionen sind diese Pisten, gerade für Enduro- und Crossfahrer, ein fast unerschöpfliches, teilweise sehr anspruchsvolles Terrain.

Straßenverkehr und Verkehrsregeln
Auch Panama hat seine eigenen Regeln im Straßenverkehr. Ähnlich wie in Costa Rica, gilt auch hier das Recht des „Stärkeren“. Allerdings werden hier Aktionen wie überholen, einscheren etc. durch kurzes Hupen angekündigt. Das Hupen gilt dann allerdings ultimativ. Ein weiteres Signal oder der Abbruch der eingeleiteten Aktion erfolgt nicht. Geschwindigkeitskontrollen finden sehr häufig auf dem Panamericana, via Lasermessung, statt. Die Geldstrafen sind drakonisch und können bis hin zur Beschlagnahmung und zweiwöchigen Verwahrung des Fahrzeuges in Panama City reichen. Handeln lohnt sich hier immer. So kann eine „offizielle“ Strafe, in Höhe von ca. 500 US-Dollar durch verhandeln, nicht selten, in eine Übergabe von 10-20 US-Dollar, direkt an den Beamten umgewandelt werden.

Reiz und Tücken Panamas
Die Infrastruktur Panamas besitzt bei weitem nicht die Dichte Costa Ricas. Oft sind nur in größeren Ortschaften Tankstellen, Banken und Unterkünfte zu finden. In dichter besiedelten Regionen sind aber durchaus Unterkünfte in verschiedenen Kategorien, für jeden Anspruch zu finden.
Es ist vorteilhaft, in einer Unterkunft mehrere Übernachtungen einzuplanen, um von einem Ausgangspunkt „kleeblattförmig“, in mehreren Tages- oder Halbtagestouren, die Umgebung zu erkunden. Außerhalb der Touristenzentren, die von internationalem, vorwiegend aber amerikanischem Tourismus aufgesucht werden, sind die Verhältnisse zwar einfach, für uns jedoch erheblich reizvoller.
Die vorhandenen „Einrichtungen“ existieren primär für den alltäglichen Bedarf und den einheimischen Tourismus. Das gilt für Bars und Restaurants ebenso wie für Unterkünfte und Hotels. Wir empfinden es als sehr angenehm und erfreulich uns nicht wie Touristen zu fühlen, sondern als Gäste, in den üblichen, örtlichen Lokalitäten.

Essen und Trinken
Bars und Restaurants sind überall zu finden. Außerhalb der touristisch stärker erschlossenen Regionen zum Teil sehr einfach. Was aber an Gekochtem und an Getränken gereicht wird ist immer lecker und bekömmlich. Kulinarisch ist Panama bestimmt keine Reise wert. Das Angebot an Fischgerichten ist in den Küstenregionen dennoch nicht zu verachten. Die Kochkultur ist zwischenzeitlich zunehmend „amerikanisiert“, Fleisch und frischer Fisch wird leider sehr oft frittiert serviert.
Wir haben keine einzige Vorsichtsregel, betreffend Essen und Trinken, beachtet. Auch frische Salate und das Wasser, das offen zum Essen gereicht wird, konnten uns nichts anhaben.

Menschen
Die Freundlichkeit, Offenheit und Neugier der Menschen hier ist für uns fast befremdlich. Man wird sehr oft gegrüßt und gefragt ob einem Panama gefällt. Es ist eine unglaublich natürliche Freundlichkeit, nicht geprägt von Geschäftssinn oder anderen Interessen. Diese Art der Freundlichkeit erfahren wir immer und überall. Ich habe diese Menschen ein bisschen ins Herz geschlossen…

Kriminalität
Außerhalb von Panama City und Colón gibt es wenig Kriminalität. Hier sind kaum Häuser und Grundstücke abgezäunt oder von Mauern und Stacheldraht umgeben. In den ländlichen Regionen hat man das Gefühl, dass es keine Kriminalität gibt. Wir entdecken dort, dass wie zunehmend nachlässig darin sind, unsere Sachen im Auge zu behalten und darauf aufzupassen…

Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. Mit etwas Glück kann man sich bisweilen in englischer Sprache austauschen, was eher selten der Fall ist.
Sonstiges
Rauchen wird in Panama insgesamt nicht gerne gesehen. In geschlossenen Gebäuden oder Restaurants und Bars ist rauchen fast immer verboten. Sehr oft ist das Rauchen auch im Freien, auf öffentlichen Plätzen mit hohem Aufkommen von Personen verboten. Bei Touristen wird aber generell ein Auge zugedrückt…

Währung
Panamaischer Balboa ist das einheimische Zahlungsmittel. 1 Balboa = 100 Centavos. Der Wechselkurs Balboa zum US-Dollar ist 1:1 festgeschrieben. Da Balboa und Centavos nur als Münzgeld existieren, ist der US-Dollar, als Barzahlungsmittel, eine sinnvolle Alternative.

Preisniveau
Preislich liegt Panama, nach Belize und Costa Rica, rund an 3. Stelle Zentralamerikas. Das Preisniveau für Unterbringung und Verpflegung einfacher
Art liegt rund 30-40% unter dem Costa Ricas. Wobei einfache, günstige Unterkünfte auch in Costa Rica zu finden sind.

Reiseführer
Wir hatten den „Reise-Know-How Panama“, ISBN 978-3-8317-1664-7. Unser ständiger Begleiter und Nachschlagewerk beim Finden von Unterkünften, sowie allgemeinne und regionalen Informationen.
Kartenmaterial
1:300 000; International Travel Maps ISBN 978-5-5341-3585
1:550 000, „Reise-Know-How” Costa Rica/Panama ISBN 978-3-8317-7136-3, welche, trotz des kleineren Maßstabes, wesentlich genauer ist, als die 1:300 000-Karte.

Highlights
Auf unserer Route sind die „enduristischen“ Highlights:
-Penonomé, die Region Richtung El Copé.
-Halbinsel Azuero: Das Pistengeflecht im Landesinneren zwischen Las Tablas und Macaracas.
-Halbinsel Azuero: Die Küsten- und Strandregion süd- und westlich von Tonosi und das Pistengeflecht zwischen El Caco und Pocri, das wir aus Zeitmangel nicht eingehend befahren konnten.
-San Felix, die Region Richtung Cerro Santiago.
-David, die Region zum/um den Volcán Baru.
Wenn unsere Karte nur halbwegs stimmt gibt es in Panama noch sehr viel mehr zu entdecken…

Fazit
Panama ist eine absolute Empfehlung. Ein Eldorado für Endurofahrer und eine unglaublich freundliche Umgebung. In einigen Regionen sind die Menschen etwas zurückhaltender, wie auch in den Indiogebieten.
Insgesamt sind drei Wochen einfach zu kurz.
Wir wären gerne noch ein bisschen geblieben…

Und dann war da noch der Panamahut, die Sache mit der Elektrizität, bewaffnete und geparkte Pferde, der Panambus, der Typ der uns immer eine Sonnenbrille verkaufen wollte, die Trucks zum Pferdetransport, die Kinder…






















Idnug screwed with this post 04-20-2012 at 03:21 AM
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Old 04-12-2012, 12:20 AM   #9
Idnug OP
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Originally Posted by Loutre View Post
Ich bin auf jedenfall dabei!

Hey super!
aber irgendwas stimmt nicht mit den Bild-Links... muss das noch prüfen ;o)
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Old 04-12-2012, 10:19 AM   #10
No_Limits
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Ja, jetzetle... au hier ein inderneschenel welcome!
Schön, das die Berichte wieder online sind
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Old 04-13-2012, 12:17 AM   #11
Idnug OP
Adventurer
 
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Quote:
Originally Posted by No_Limits View Post
Ja, jetzetle... au hier ein inderneschenel welcome!
Schön, das die Berichte wieder online sind
Hey danke

die Welt ist wirklich klein...

Bis bald!
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Old 04-13-2012, 05:10 AM   #12
canoeguy
Gnarly Adventurer
 
Joined: Jun 2011
Location: SW Virginia
Oddometer: 286
Well, I can't read it but the pics look awesome and I look forward to the english version!
canoeguy is offline   Reply With Quote
Old 04-16-2012, 07:12 AM   #13
NellieDriver
Gnarly Adventurer
 
Joined: Jan 2011
Location: Germany
Oddometer: 147
Panama

Hallo, habe gerade euern zweiten RR gelesen und bin platt: super Bilder und Geschichten. Macht richtig Lust auch mal dahin zu fahren. Viele Grüße
Nelliedriver
NellieDriver is offline   Reply With Quote
Old 04-16-2012, 12:27 PM   #14
Horton
Gnarly Adventurer
 
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Oddometer: 447
Da simmer dabei. . .
__________________
Horton

dä rumtreibär
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Old 04-17-2012, 03:05 AM   #15
Idnug OP
Adventurer
 
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Location: Germany
Oddometer: 54
Hey,

freut mich sehr wenn euch die Berichte ein bisschen gefallen
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