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Old 04-10-2012, 09:54 AM   #1
Idnug OP
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Nicaragua mit dem Motorrad (german version)

Ride report Costa Rica / Nicaragua on-/offroad (german version)

Hallo zusammen,

leider kann ich diesen Bericht aktuell nur in deutscher Sprache zur Verfügung stellen.
Wir (Gundi und Wusti) hoffen, dass Informationen enthalten sind, die für Reiseplanungen nach Nicaragua oder auch für „Transamerica Fahrer“ brauchbar sein können.
Die Übersetzung des Berichtes in Englisch ist aktuell in Arbeit und wird (hoffentlich) bald unter
http://www.advrider.com/forums/showt...4#post18422894
online zur Verfügung stehen.
Bitte entschuldigt mein sehr schlechtes Englisch...

Liebe Grüße Gundi

Hi at all,

unfortunately, I can make this report currently only in German language.
We (Gundi and Wusti) hope that information is included, which can be for travel arrangements to Nicaragua or even for "Transamerica driver " useful.
The translation into English of the report is currently under construction and will (hopefully) soon be also available online under
http://www.advrider.com/forums/showt...4#post18422894
Please excuse my very bad English ...

Greetings Gundi :)

Idnug screwed with this post 04-10-2012 at 11:00 AM
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Old 04-10-2012, 10:16 AM   #2
Idnug OP
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Vorwort
Nach unserer Reise durch Costa Rica vor 2 Jahren, mit Mietmotorrädern vom Motorradvermieter „Wild Rider in San Jose“ (Infos unter http://www.wild-rider.com),
besteht für Wusti und mich erneut ein absolut moralisches Angebot:
Für „bewährte Widerholungstäter“, als Motorradmieter bei Wild Rider, bieten uns die Eigentümer Thomas und Thorsten an, beim nächsten Mal optional eine Ausreise für die Mietfahrzeuge nach Nicaragua oder Panama in die Wege zu leiten.
Im letzten Jahr haben wir das Angebot der Ausreise nach Panama angenommen.
So nehmen wir dieses Jahr das Angebot an, auch Nicaragua on- und offroad mit dem Motorrad zu bereisen.

Wir haben Glück, unser Flug geht am 15.12.2010, noch vor dem Schneechaos, das die Flughäfen in vielen Ländern lahm legt.
Flug mit Condor nach Costa Rica, von Frankfurt aus (-8°C Schneefall), über die Domenicanische Republik, direkt nach San Jose/Costa Rica (+25°C Sonnenschein;o).
Der Flug über die Domenicanische Republik ist ideal. Abflug in Frankfurt 23.55 Uhr, Flugzeit bis Santo Domingo ca, 10 h, Wartezeit im Flugzeug ohne Umsteigen ca. 1 Stunde, Weiterflug ca. 2,5 h mit Ankunft in San Jose, ca 6.55 Uhr Ortszeit. Zeitverschiebung in Costa Rica ist -7h zu MEZ.


Reisebericht

Am nächsten Tag übernehmen wir die Motorräder bei Wild Rider. Dieses Mal hat Wusti eine Suzuki DR 650 und ich eine Honda XR 250.
Die XR 250 ist mit Aufklebern „Reisemotorrad“ beklebt. Die Redakteurin und Reiseberichterstatterin Lixi Laufer, der Zeitschrift „Reisemotorrad“, hatte dieses Motorrad für 2 Wochen in Costa Rica gemietet. Wir gehen davon aus, dass ein Reisebericht „Costa Rica“ in Kürze veröffentlicht wird.
Somit ist die DR 650 zusammen mit dem „Reisemotorrad“ unterwegs.

Eigentlich wollten wir früh los, um noch am selben Tag rechtzeitig die Grenze nach Nicaragua zu überqueren… eigentlich.
In den Ausreisepapieren für die DR 650 ist Wusti mit dem Nachnamen „Deutsch“ eingetragen.
Torsten muss los um die Papiere korrigieren zu lassen.
Wieder zurück mit den Papieren, mit Wustis vollem Namen in korrekter Schreibweise, fällt Torsten auf, dass das Motorradkennzeichen des „Reisemotorrades“ in den Papieren der DR eingetragen ist. Also noch mal los und ändern lassen.
Schließlich können wir ca. 10.30 Uhr starten.
Wir machen uns auf dem kürzesten Weg auf, über den Panamericana Highway zur Grenze nach Nicaragua, nach Penas Blancas. Rund 300 km später kommen wir gegen 15.°° Uhr am Grenzübergang an.

Wir wissen, dass für den Grenzübergang ein „Schlepper“ sehr praktisch ist, um alle Papiere zu erhalten, die erforderlich sind, um reibungslos die Grenze nach Nicaragua zu überqueren.
„Du musst den Schlepper nicht finden. Der Schlepper findet Dich.“
Das trifft auch für den Grenzübergang nach Nicaragua zu. Es sind sogar richtig viele „Schlepper“ die ihre Hilfe anbieten.
Wir entscheiden uns für Evers mit seinem Bruder Omar.

Die Dämmerung fällt ein. Gegen 18.30 Uhr starten wir von der Grenze in Nicaragua. Es geht vorbei an einem kilometerlangen LKW-Stau, in entgegen gesetzter Richtung. Alle warten auf die Ausreise von Nicaragua nach Costa Rica. Es sind noch rund 30 km bei Dunkelheit bis nach Rivas, wo wir übernachten. Für die Motorräder gibt es sogar einen bewachten Parkplatz.

Rivas ist ein nettes Städtchen. Hier verkehren einige Kraftfahrzeug, überwiegend aber Fahrradtaxen, Fahrradfahrer, Viehgespanne, Fußgänger und freilaufende Nutztiere in sämtlichen Formaten. So in etwa setzt sich der Verkehr in ganz Nicaragua zusammen, auch auf dem Panamericana Highway.









Wir starten den ersten Tag in Nicaragua von Rivas aus über eine Piste an den Strand nach Popoyo. Die Strände hier sind gut für Surfer, zum Baden eher nicht so einladend.





Eigentlich wollten wir die rund 80 km auf der gut ausgebauten Piste weiter nach Casares fahren, um dort den Nachmittag am Strand zu verbringen… eigentlich.
Einige Details dieser Weiterfahrt möchte ich nicht vorenthalten.
Wir starten von Popoyo, zurück auf die gut ausgebaute und schnell befahrbare Piste Richtung Casares. Schilder sind in Nicaragua, besonders abseits von asphaltierten Straßen, nicht zu entdecken. Auch keine hilfreichen, richtungsweisenden Verkehrsschilder. Auch keine Ortsschilder, die zur Orientierung des momentanen Aufenthaltsortes häufig sehr hilfreich wären.
Also muss sehr oft nach dem Weg gefragt werden.
Unsicher, ob diese Piste wirklich nach Casares führt, fragen wir fast jeden der uns unterwegs begegnet: „Casares?“ und deuten in die Richtung, in die die Piste weiterführt.
Einige Kilometer nach El Astilero schüttelt der Zweite, den wir nach dem Weg fragen, den Kopf und deutet auf eine abzweigende, kleinere Piste.
Sie sieht gut aus. Um es vorweg zu nehmen:
Es ist eine dieser Pisten, die sich anfangs freundlich und einlandend präsentieren und Dir sanft lächelnd zuzurufen scheinen „hab keine Angst, es ist ganz einfach…“
Es ist eine jener Pisten, die mit jedem Kilometer an Freundlichkeit verlieren.
Es ist eine Piste, die sich zu einem Zeitpunkt, an dem es zu spät ist umzukehren, als ausgewachsenes, gnadenloses, unerbittliches Biest erweist.














Wir fahren weiter.
Das Pistengeflecht ist nahezu unerschöpflich und besteht zum Teil aus Fuß- oder Viehpfaden.
Wir müssen JEDEN unterwegs nach der Richtung „Casares?“ fragen, es sind zu viele Abzweige um eine klare Richtung einhalten zu können.













Zwischenzeitlich, nahe an der totalen Erschöpfung, hören wir uns diesen Satz sagen: „Das Schlimmste haben wir bestimmt hinter uns.“
Diesen Satz sollte man vermutlich niemals sagen. Nicht einmal denken.
Denn es sollte noch „schlimmer“ kommen.







Es wird mit zunehmender Anstrengung immer schwerer zu fahren. Wir haben keine Ahnung wo wir sind. Die Sonne steht schon bedenklich tief. Wir wissen nicht wie weit es bis zu einem Ort ist wo wir eine Unterkunft finden können.
Das Meer muss nah sein, wir können die Wellen hören. Ich kann eigentlich nicht mehr… Fände es echt eine gute Idee ans Meer zur fahren um zu versuchen, den Rest der Strecke am Strand weiterzufahren. Wir können den Weg an den Strand NICHT finden.
Eine Frau ist so freundlich und zeigt uns zu Fuß den Pfad, der uns an den Strand bringt. Wir hätten ihn alleine NIE gefunden.



Die restlichen, rund 10 km Richtung Casares, können wir entspannt am Strand entlang fahren, bis wir wieder auf befestigte Straßen UND Verkehrsschilder stoßen.

Es ist aussichtslos nachzuvollziehen, über welche Ortschaften oder Pisten unser Weg nach Casares geführt hat.

Völlig matschverschmutzt kommen wir bei Einbruch der Dunkelheit in La Boquita an, wo wir eine Unterkunft finden.
Bei unserer Ankunft bleiben die Blicke der Vorbeigehenden sehr lange und nachdenklich auf die Motorräder gerichtet. Man begegnet uns irgendwie sehr respektvoll, freundlich und anerkennend.

Diese Holperfahrt ging nicht ohne Verluste von statten. Wusti hatte in Rivas Wein für den kommenden Abend aufs Gepäck gespannt. Bei unserer Ankunft ist er nicht mehr da…


Der nächste Anlaufpunkt ist die Universitätsstadt León wo wir uns einquartieren und die Motorräder in der Eingangshalle parken dürfen.





Von La Boquita aus ist León nach rund 150 km, über Diriamba, Monte Tabor, Santa Ana und Izapa, gut zu erreichen. Die Strecke befindet sich derzeit im Ausbau und besteht jetzt noch auf rund 60 km aus einer „Asphaltpiste“. Ähnlich dem Straßenzustand in Deutschland ;), gekennzeichnet durch ein hohes Aufkommen von Schlaglöchern in unterschiedlichen Größen, bis hin zu fehlender Asphaltoberfläche auf vielen Abschnitten.



Leon ist eine sehr aufgeschlossene und lebendige Stadt. Bauwerke aus der Kolonialzeit, der Markt, viele Bars, Restaurants und eine Vielzahl von Geschäften laden zu Spaziergängen ein und dazu, am Leben der Innenstadt Leóns teilzuhaben.



Schmierstoff




Kathedrale





Kirche



Markt



Innenstadt



Tacco-Restaurant



Restaurant mit Buffet-Auswahl



Feuerwehrauto mit defektem Rückwärtsgang



Von hier aus sind es rund 20 km zum Playa Poneloya und Las Penitas, die touristisch gut erschlossen sind. Hier herrscht ein großes Angebot an Unterkünften, Restaurants, Bars, etc.





Die nahe gelegenen Vulkanregionen bieten reichlich Pistenterrain für Tagestouren.

Die Pisten sind ganz unterschiedlich: Staubig, Schotter-, Vulkansand- oder Vulkangeröll-beschichtet.
Schilder sind auf den Pisten selten bis nicht vorhanden. Nach dem Weg fragen zu müssen ist genereller Standard (wird ab sofort nicht mehr erwähnt)…


















Volcán Cerro Negro





Der Weg AUF den Volcan Cerro Negro ist eine Privatpiste, zur Abfahrt für Downhill-Weltrekorde mit dem Fahrrad und andere Hochgeschwindigkeitssportarten.



Die naheliegenden Strände laden zu Offroadausflügen zum Playa Salinas Grandes











Und Playa Hermosa ein.







Anmerkung: Da wir weder Spanisch sprechen noch verstehen, und das auch kundtun, sind wir immer auf richtungweisende Gesten angewiesen. Das hält die Landsleute in Nicaragua (kurz Nicas) keinesfalls davon ab uns sehr lange und ausführliche Erklärungen in spanischer Sprache zu geben.
Die Ausführungen über eine oder mehrere Möglichkeiten an einen „gewissen Ort“ zu gelangen werden IMMER begleitet von ein und derselben Art mit der Hand die einzuschlagende Richtung zu weisen.
Nämlich so:
Die Hand krümmt sich erst in die eine Richtung (links oder rechts) dann in die Andere, wie eine Schlangenlinie die sich stetig aufwärts bewegt und endet IMMER in der klaren Richtung Himmel.
Diese Art den Weg gezeigt zu bekommen treibt einen (besser gesagt mich) fast in den Wahnsinn… Nicht selten ist die Folge der gezeigten Wegrichtung ein wilder Zickzackkurs. Häufig kommt man an der Stelle wieder heraus an der man in das Pistengeflecht eingefahren ist.
Nicht schlimm. Der Weg ist das Ziel;)
Es sei allerdings erwähnt, dass die Nicas meistens auch irgendwie Recht haben.
Tatsächlich führt der Weg meistens irgendwie rechts, links und auch bergauf :)

Nach León ist Jiquilillo das nächste Ziel. Von Bauchkrämpfen, Schwindel und Kraftlosigkeit geplagt, geht für mich die Fahrt über Chinandega und El Viejo, rund 100 km. Wir nehmen zusätzlich 5 Liter Benzin in Reserve mit, um Ausflüge bis zum Volcán Cosigüiana machen zu können. Nach El Viejo gibt es auf der Halbinsel keine Tankstelle mehr.





Bei der Ankunft in Jiquilillo kann ich mich nicht mehr auf den Beinen halten… mir ist kalt.
Im Hostel Rancho Esperanza quartieren wir uns ein. Bin 2 Tage außer Gefecht.





Über die Weihnachtsfeiertage gibt es ein exklusives Menüangebot mit Livemusik und Tanz.







Die Pisten auf der Halbinsel sind gut fahrbar.







Der Aufstieg auf den Volcán Cosigüiana besteht anfangs aus Pisten, der Weg bis nach oben ist allerdings ein Fußweg.
Einen Versuch wert diesen zu fahren…


















Keine Chance… hier ist dieser Weg für uns zu Ende. Die DR Motorrad bleibt auf dem Pfad zwischen den Bäumen stecken. Eine Umgehungsmöglichkeit der „Engstelle“ ist nicht vorhanden.



Dann halt wieder auf dem Weg zurück auf dem wir gekommen sind…










Von Jiquilillo geht es über Sebeco, San Luis des Telico in die Highlands, nach Matagalpa.







Matagalpa





Im Hotel Apante ist Kaffee für alle Gäste frei. Die Highlands in Nicaragua sind hervorragende Kaffeeanbaugebiete. Tatsächlich habe ich noch nie so guten Kaffee getrunken wie hier.



Es ist frisch hier oben, auf rund 1000 Meter über dem Meeresspiegel.
Wir dürfen die Motorräder im Innenhof des Hotels parken, der nur über einen relativ langen Gang mit Treppen zu erreichen ist.



Von Matagalpa aus gibt es viele Möglichkeiten für Tagestouren on- und offroad.

Zum Beispiel durch den Selva Negra (Schwarzwald), über Jinotega, La Emerita, Asturias und Suculmay, um den Lago de Apanas und wieder zurück.





















Bei dichter Bewölkung ist es in den Höhenlagen wirklich saukalt.
Die Luft ist leicht wasserhaltig. Zusammen mit dem Wind nicht sooo angenehm zu fahren…

Hatte gar nichts Warmes zum Anziehen im Gepäck… also musste ein Winterpullover her…



Weitere Möglichkeit einer Tagestour: Über San Ramon, über das Pistengeflecht bis Matiguas, über Muy Muy und wieder zurück.
Zum Teil sind da echt richtig üble Pisten dabei, nicht was den fahrerischen Anforderungsgrad angeht sondern einfach den Zustand der Pisten. Sehr anstrengend zu fahren, die Halswirbel betteln um Gnade…









Wäsche waschen



Kochstelle





Nutztiere laufen frei, wie überall.



Pause am Fluss



Oft sieht man Leute die Brennholz sammeln.





In Matagalpa könnte man noch länger verweilen, leider hat das Wetter nicht mitgespielt…


Das kommende Ziel, das Städtchen Ocotal, erreichen wir über Sébaco,
nach rund 150 km über den Panamericana Highway.
Ocotal liegt rund 25 km vor der Grenze zu Honduras.







Im Hotel, in Ocotal, dürfen wir die Motorräder im Hof, beim Husky, parken.



Der Markt in Ocotal





„Backstage“-Restaurants im Markt.







„Gut bürgerliches“ Restaurant, die bieten auch Frühstück an.



„Einfaches“ Restaurant… eher nicht zu empfehlen



Ocotal ist ebenfalls ein idealer Ausgangspunkt für Tagestouren in der Umgebung.

Zum Beispiel über Mozonte (sehr populäre Keramikherstellung), San Fernando, über Pisten in die „Todeszone“ und die Region der Kaffeeplantagen.

















Hier trifft man nicht auf Touristen.





Wir sind sicher, dass die Pisten zwischenzeitlich „sauber“ sind. Und das sind sie auch.

Kaffeplantage





Im „Reserva Natural Cordillora Dipilto y Jalapa“ liegt die höchste Region Nicaraguas, auf ca. 2.100 Meter über dem Meeresspiegel.
Es sind anspruchsvolle Pisten mit vielen Flussdurchfahrten und extrem steilen Passagen. Die Bilder vermögen nicht die Steilheit zu vermitteln.



Die Piste wird zunehmend feuchter bis schlammig. Also nicht einfach ein bisschen dreckig, irgendwie wird der Untergrund mit jedem Kilometer lehmiger, richtig rutschig und übel ausgefahren durch 4WD-Fahrzeuge.





Naja… die Sachen mit dem schlammigen Lehm muss ich irgendwann noch üben ;)



Wir entscheiden uns umzukehren, da diese Piste noch etliche Kilometer weiter geht bis zum nächsten Abzweig. Die Rückfahrt ist schwer genug…








Eine Pause am Fluss bietet sich an, um Stiefel und Socken zu trocknen und den Schlamm von den Klamotten zu waschen.



Weitere Tourvarianten sind durch die „Todeszone“ über Salto San José und wieder zurück,





oder über Mozonte, San Fernando, Santa Clara, El Jicaro, Mura...













… wo die Piste mit zunehmender Höhe immer feuchter und rutschiger wird.
Vergeblich halten wir Ausschau nach dem Wasserfall „Salto san José“, der bei genügend Wasservorrat über 200 Meter in die Tiefe fällt.









Oder Richtung Somoto, in den Canon Somoto… den wir im wilden Pistengeflecht astrein umfahren…









Die Pisten sind zum Teil sehr abenteuerlich, da ehemals vorhandene Brücken einfach nicht mehr da sind… (Werde auch das bei Gelegenheit noch üben;))









Isch aber au schee abseits des Canon;)



So bietet sich die Gelegenheit für ein Päuschen am Fluss.






Unser nächster Zielort ist Juigalpa, ca. 320 km entfernt von Ocotal, über den Panamericana und Rama-Highway. Juigalpa ist eine lebhafte Stadt, mit ganz anderer Charakteristik wie Ocotal und die anderen Orte die wir bisher besucht hatten. Besonders der Ortsteil Richtung La Palma sollte von Touristen gemieden werden. Die Innenstadt hat alles zu bieten was man so benötigt. Supermarkt, Bäcker, Eisdiele, Markt, etc.
Sogar einen „Waschsalon“. Man beschreibt uns den Weg dorthin, tatsächlich hätten die Crossklamotten mal wieder eine Wäsche nötig. Der Waschsalon besteht im Ortsinneren, am Flusslauf, aus einigen Waschbecken mit Wasseranschluss… nicht so ganz das was ich mir vorgestellt hatte…
Ich habe Glück, die Mädels im Hotel erklären sich bereit, die Wäsche in der Hotelwaschmaschine zu waschen


Den geplanten Ausflug in die bergige Region, Richtung La Libertad, brechen wir ab, in den Bergen hängen dicke, dunkle Wolken. Die Luft ist schon hier unten leicht wasserhaltig.





Ein vorbeifahrender Motorradfahrer hält an und informiert, dass es da oben regnet.

Richtung Nicaraguasee sieht der Himmel besser aus…
Auf der Piste Richtung Hato Grande stoppen wir hier



Die Durchfahrt ist uns definitiv zu ungewiss… vollkommen unklar wie tief das Wasser ist und welche Beschaffenheit der Untergrund hat.



Auch dieser Truck schaut sich das ganze sehr lange an, unsicher ob er in der Pfütze stecken bleibt.



Er ist gefahren, auf der Rückfahrt begegnen wir ihm vor dem „Wasserloch“.

Wir entscheiden uns für den Weg über eine Weide, der „über dem Wasserspiegel“ liegt.



Über Fertiman, geht eine Piste am Fluss entlang, bis der Weg durch ein Tor blockiert ist. Gegen ein gewisses Entgelt hat man die Möglichkeit durch die Hacienda fahren zu dürfen um an eine schöne Badestelle im Fluss gelangen zu können.



Der Ort Puerto Diaz ist gut über die Piste zu erreichen.





Hier herrscht ein reges Treiben von Fischerbooten und die Fischer bringen wirklich „fette“ Beute an Land.





Von hier aus ist der Volcan Concepción, auf der Insel Ometepe, zu sehen.



An den Flüssen, nahe Juigalpa, kann man ganz nette Plätzchen für eine Pause finden.

Diese Flussdurchfahrt ist einiges übler als sie auf den ersten Blick aussieht…









Was auf den Bildern nicht zu erkennen ist: Die Wasserqualität ist echt bescheiden.
Idnug is offline   Reply With Quote
Old 04-10-2012, 10:18 AM   #3
Idnug OP
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Für den Ausflug in die bergige Region ist es ratsam, diesen bei trockenem Wetter anzutreten. Über La Libertad, die Piste nach Santo Domingo.







Die Piste nach San Pedro de Lovago finden wir nicht. Also geht es über La Libertad, San Pedro de Lovago, Richtung Santo Tomás.

Auch in dieser Region findet man sehr schöne Stellen an Flüssen, die zu einer Rast einladen.



Glaube fast für Männer sind Pausen gar nicht gut… „über Brücken fahren ist langweilig“ *grins*











Des war scho a bissle tief…

I hab grad echt koin Bock auf nasse Füße;)






Die Bergregion biete viele Ausflugsmöglichkeiten. Ungefähre Route einer unserer Touren:
Juigalpa über Cuapa, Comalapa,









Campoapa,









Tecolostote,







Pause am Rio,



Auch Busse müssen durch die Flüsse…



Heimreise über den Rama-Highway.

Zwischenepisödchen:
Irgendwo zwischen Cuapa und Comalapa kommt mir ein Motorrad, besetzt mit Fahrer und Beifahrer, entgegen, vollgepackt mit Kanistern und sonstigem Gepäck.
Als mir die beiden begegnen schauen sie mir, aus nicht weiter nachvollziehbaren Gründen, hinterher.
Fahrer und Beifahrer drehen den Kopf nach hinten.
Keine gute Idee auf diesen unwegsamen Pisten…
Wusti sammelt sie auf, beide sind weitgehend unverletzt und des Moppedle lauft au no.
Also Jungs: Sich den Hals zu verdrehen bringt nur Unheil!


Wir entscheiden, die Rückreise nach Costa Rica über denselben Grenzübergang anzutreten, über den wir eingereist waren. Laut unserer Lektüre ist es unklar, ob der Grenzübergang über den Fluss bei San Carlos mit der Fähre, für Motorräder möglich ist.
Später erzählt man uns, dass gegen ein gewisses Entgelt auch Motorräder auf der Personenfähre transportiert werden…
Über Managua, Las Conchitas erreichen wir Pochomil. Der Ort liegt direkt am Meer und ist stark touristisch erschlossen.
Mit vielen Bars, Restaurants und direkter Busverbindung nach Managua.









Die Sonnenuntergänge am Meer sind einfach phantastisch…



Von hier aus kann man ausgedehnte Ausflüge am Strand unternehmen.



Parken am Strand… war net mit Absicht. Ich schwöre!



Strandverkehr







Auf für a bissle an Blödsinn macha…





Flying Gundi









Die Piste nach La Trinidad ist zum Teil extrem staubig mit sehr vielen Flussdurchfahrten.











Und dann sind da noch die Schildkröten.
Eine Schildkröte braucht fast den ganzen Tag für des Gelege.
Und die Art wie die Nicas damit umgehen… bestimmt nicht erst seit gestern.
Mir tut´s trotzdem weh das zu sehen…



Die stehen in den Restaurants auf der Speisekarte.



Brennende Zuckerrohrfelder vor der Ernte




Leben am Fluss



Die Ausreise aus Nicaragua erfolgt von Pochomil über San Rafael, dann den Panamericana Highway bis zur Grenze.





Den Stau am Schalter der Personenausreise können wir mit Hilfe eines Schleppers und einigen zusätzlichen Dollar an den Grenzbeamten abkürzen.





Unsere letzte Station ist der Ort Samara, in Costa Rica, auf der Halbinsel Nicoya.
Seit unserem letzten Besuch hier hat sich einiges verändert… der Ort ist zwischenzeitlich extrem touristisch erschlossen und richtig „teuer“ geworden. Ich vermisse das natürliche Flair Mittelamerikas…

An den Stränden der touriverseuchten Orte darf man nicht mehr mit dem Motorrad am Strand fahren. Da passt sogar die Polizei auf.

Neben Strand und Meer ist Samara trotzdem ein netter Ausgangspunkt für Tagesausfahrten.

Ähm… ein „Stückchen Fronkraisch“ hatten wir auch dabei



Eine Möglichkeit ist die Piste Richtung Nosara, von wo aus es viele Möglichkeiten für weitere Abstecher in die Höhenlagen im Landesinneren oder ans Meer gibt.











Und dann sehen wir doch noch welche: Affen. Sogar ein ganzes Rudel! Beim Fahren entdeckt man höchstens mal einen in den Augenwinkeln, auf der Flucht vor den lärmenden Motoren. Ein Einheimischer hat uns im Vorbeigehen auf die „Mongos“ im Wäldchen hinter dem Strand aufmerksam gemacht.



Weitere Ausfüge sind über Belén, dann Piste über Virginia in höhere Regionen möglich. Es gibt dort eine Vielzahl an Pisten mit vielen Flussdurchfahrten und Trialpassagen. Uns führt der Weg wieder Richtung Nosara, zurück nach Samara.













Weitere Möglichkeit über Belén, Piste bis S. Miguel, Estrada über Isita und den Rundkurs nach Samara zurück.











Auch diese Begegnung, auf so kurze Distanz, mit einem recht unhandlichen Reptil, hat für uns Premiere.



Ein weiterer netter Rundkurs führt über Caimitalito, Guastomal, Vista al Mar, auf den höchsten Punkt der Halbinsel Nicoya, auf 983 m. ü. N. N. Über Limonal geht es zurück nach Samara…







Mit Wegweiser;o)











Oder einfach mal ein Tag am Meer…





… Vor der Rückreise nach San José, wo wir uns, nach rund 3.200 km on- und 1.350 km offroad, von den Motorrädern trennen müssen. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich bedanken, für die beiden Motorräder, die absolut ohne Mängel an uns übergeben wurden. Bei Wild Rider tauschen wir noch einige Infos über Nicaragua aus, besonders mit dem Nicaraguaexperte Morton.
…und wieder werde ich das Gefühl nicht los, dass wir die „Wild Rider“- Jungs wieder sehen werden…
Auch nicht das Gefühl, dass uns Nicaragua noch etwas schuldig geblieben ist…

Es folgen noch zusammengefasste Informationen und einige "Querbeet"-Eindrücke


Zusammenfassung

Motorradvermietung in Costa Rica/Ausreise nach Nicaragua
Für „bewährte Widerholungstäter“, als Motorradmieter bei der Motorradvermietung „Wild Rider“ in San Jose/Costa Rica (Infos unter http://www.wild-rider.com, besteht optional das Angebot, eine Ausreise für die Mietfahrzeuge nach Nicaragua oder Nicaragua in die Wege zu leiten.
Die Kosten für Fahrzeugausreise mit Erledigung des Papierkrams durch Wild Rider belaufen sich auf 60 US-Dollar je Fahrzeug, die zu hinterlegende Kaution beträgt bei Ausreise aus Costa Rica 1200 statt 700 US-Dollar.

Flug nach Costa Rica
Mit Condor, von Frankfurt aus, über die Domenicanische Republik, direkt nach San Jose/Costa Rica.
Übernachtung im Hotel Cacts, Infos unter http://www.hotelcacts.com/pagina/menu%20gr.html
Übernachtungsreservierung wurde durch Wild Rider veranlasst.

Unterkünfte in Nicaragua

Rivas
Hospedaje Lidia
DZ, Gemeinschaftsbad/-WC.
Sehr einfaches Doppelzimmer 18 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive.
Bewachter Parkplatz für 1 US Dollar je Motorrad.

La Boquita
Hotel Suleyka
DZ, Privatbad (WC ohne Wasser, das musste man immer in Eimern extra heranschleppen)
Einfaches Doppelzimmer mit Ventilator 20 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive (Preis muss verhandelt werden).
Parkplatz im Hof.

León
Casa Ivana
DZ, Privatbad. Doppelzimmer mit Ventilator 9 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive.
Motorräder dürfen in der Eingangshalle parken.

Jiquilillo
Hostel Rancho Esperanza
Mehrbettzimmer 7 US Dollar je Nacht, pro Person. Keine Handtücher oder Sonstiges.
Parkplatz auf dem Gelände.

Matagalpa
Hotel Apante
DZ, Privatbad. Angenehme Doppelzimmer, TV mit Ventilator 12 US Dollar je Nacht, Handtücher und superguten Kaffee inklusive.
Sehr freundliches Flair.
Parkplatz im Innenhof.

Ocotal
Hotel Apante
DZ, Privatbad. Angenehme Doppelzimmer, TV mit Ventilator 12 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive. Sehr freundliches und familiäres Flair.
Parkplatz im Hof.

Juigalpa
Hospedaje El Nuevo Milenio
DZ, Privatbad. Einfache Doppelzimmer, TV mit Ventilator 12 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive. Sehr freundliches und familiäres Flair für Motorradreisende.
Parkplatz in der Eingangshalle.

Pochomil
Hotel Alta Mar
DZ, Privatbad. Nette Doppelzimmer, mit Ventilator 15 US Dollar je Nacht, Handtücher inklusive. Freundliches Flair.
Parkplatz auf dem Hotelgelände.

Aus- und Einreise Costa Rica/Nicaragua
Es ist wichtig, dass die Formalitäten, für Aus- bzw. Einreise in das jeweilige Land, korrekt abgewickelt werden. Fehlende Fahrzeugpapiere, Versicherungsnachweise und Einträge im Reisepass können zu enormen Problemen führen. Dafür kommen von/nach Costa Rica nur die Grenzübergänge in Bena Blanca und San Carlos in Frage.

Procedere Grenzstation Personenausreise aus Costa Rica:
- Schalter für Personenausreise aus Costa Rica aufsuchen
- Stempel für Personenausreise aus Costa Rica im Reisepass eintragen lassen.

Procedere Grenzstation Fahrzeugausreise aus Costa Rica:
- Schalter für Fahrzeugausreise aus Costa Rica aufsuchen
- Vorlage Fahrzeugpapiere und Versicherungsnachweis
- Vorlage Reisepass des Fahrzeugführers
- Vorlage des Originals „Regierungsschreiben“ für Fahrzeugausreise nach Nicaragua
- Abstempeln des Originals „Regierungsschreiben“ für Fahrzeugausreise nach Nicaragua
- Vorlage des „Berechtigungsschreibens“ von Wild Rider für die Fahrzeugüberlassung zur
Ausreise nach Nicaragua
- Abgabe von Kopien: Reisepass, „Regierungsschreiben“ und des
„Berechtigungsschreibens“ von Wild Rider

Dauer ca. 1 Stunde.

Procedere Grenzstation Personeneinreise nach Nicaragua:
- Schalter für Personeneinreise nach Nicaragua aufsuchen
- Stempel für Personeneinreise nach Nicaragua im Reisepass eintragen lassen.

Procedere Grenzstation Fahrzeugeinreise nach Nicaragua:
- Einholen des Berechtigungsscheines für die Fahrzeugdesinfektion
- Fahrzeugdesinfektion für 3 US Dollar durchführen
- Abschließen einer Versicherung für Nicaragua für 12 US Dollar

WICHTIG: Das Original dieser Versicherungspolice muss mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.

- Schalter für Fahrzeugeinreise nach Nicaragua aufsuchen
- Vorlage von
- Reisepass
- Fahrzeugschein
- „Berechtigungsschreiben“ von Wild Rider für die Fahrzeugüberlassung zur
Ausreise nach Nicaragua
- in Costa Rica abgestempeltem „Regierungsschreiben“ für Fahrzeugausreise nach
Nicaragua
- Aufgrund dessen wird ein „Dokument“ ausgestellt und ausgehändigt

WICHTIG: Dieses Dokument muss für die Ausfahrt aus dem Grenzgelände nach Nicaragua vorgezeigt unterwegs mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.

- Schlepper mit maximal 10 US-Dollar entlohnen.

Fremde Hilfe (ein Schlepper) ist für die Einreise nach Nicaragua empfehlenswert. Erforderliche Kopien können mitgebracht werden. Anfertigen fehlender Kopien und der Abschluss der Fahrzeugversicherung ist ohne „Schlepper“ etwas schwierig.

Bei Ausfahrt aus dem Grenzgelände nach Nicaragua
- Vorzeigen des „Dokuments“, das vom Schalter für Fahrzeugausreise ausgestellt wurde
- Bezahlung von 1 US Dollar für „Personenkontrolle“

Dauer ca. 3 Stunden.

Procedere Grenzstation Personenausreise aus Nicaragua:
- Bezahlung von 2 US Dollar für „Personenkontrolle“ bei Einfahrt auf Grenzgelände nach
Costa Rica
- Schalter für Personenausreise aus Nicaragua aufsuchen
- Stempel für Personenausreise aus Nicaragua im Reisepass eintragen lassen.

Procedere Grenzstation Fahrzeugausreise aus Nicaragua:
- Schalter für „Fahrzeuge“ aufsuchen.
- Vorlage der Fahrzeugpapiere und der Versicherungspolice die in Nicaragua ausgestellt
wurde
- Versicherungspolice abzeichnen lassen

Ein Schlepper wird eigentlich nicht benötigt, falls doch, Entlohnung max. 10 US Dollar. Zusätzliche Kosten für Abkürzung der Personeneinreise:
Zahlung an den Grenzbeamten 20 US Dollar.

Bei Ausfahrt aus dem Grenzgelände nach Costa Rica
- Abgabe der abgezeichneten Versicherungspolice

Dauer ca. 1 ½ Stunden.

Procedere Grenzstation Personeneinreise nach Costa Rica:
- Schalter für Personeneinreise nach Costa Rica aufsuchen
- Personeneinreise nach Costa Rica im Reisepass eintragen lassen.
- U. U. Kopie des Rückflugtickets

Procedere Grenzstation Fahrzeugeinreise nach Costa Rica:
- Fahrzeugdesinfizierung durchführen lassen (war für uns kostenfrei)
- Schalter für Fahrzeugeinreise nach Costa Rica aufsuchen
- Vorlage von
- Fahrzeugpapieren und Versicherungsnachweis
- „Berechtigungsschreiben“ von Wild Rider für die Fahrzeugüberlassung
- abgestempeltem „Regierungsschreiben“ für Fahrzeugausreise aus
Nicaragua
- Aufgrund dessen wird ein „Dokument“ ausgestellt und ausgehändigt

WICHTIG: Dieses Dokument muss für die Ausfahrt aus dem Grenzgelände nach Costa Rica abgegeben werden.

Dauer ca. 1 Stunde.

Flora in Nicaragua
Nicaragua hat bei weitem nicht die üppige Vegetation Costa Ricas. Außerhalb der Gebirgsregionen ist die Landschaft von Weideland und Plantagen dominiert.

Straßen und Verbindungen
Die Hauptverbindungsstraße in Nicaragua ist der Panamericana Highway, zur Ostküste der Rama Highway. Es sind unzählige kleinere Straßen und Pisten in den einzelnen Regionen vorhanden. Sehr viele davon gehen in unwegsame Regionen und enden als Sackgasse. In den unwegsamen Regionen sind diese Pisten, gerade für Enduro- und Crossfahrer, ein fast unerschöpfliches, teilweise sehr anspruchsvolles Terrain.

Straßenverkehr und Verkehrsregeln
Auch Nicaragua hat seine eigenen Regeln im Straßenverkehr. Ähnlich wie in Costa Rica, gilt auch hier das Recht des „Stärkeren“. Allerdings verhält sich der Verkehr hier sehr „linkslastig“, um den langsamen Verkehrsteilnehmern, auf der rechten Seite der Straße, genug Raum zu lassen.
Geschwindigkeitskontrollen gibt es hier wohl noch nicht… noch nicht.
Höchstgeschwindigkeit generell 80 kmh.

Reiz und Tücken Nicaraguas
Die Infrastruktur Nicaraguas besitzt bei weitem nicht die Dichte Costa Ricas, auch nicht Panamas. Oft sind nur in größeren Ortschaften Tankstellen, Banken und Unterkünfte zu finden. In dichter besiedelten Regionen sind aber durchaus Unterkünfte in verschiedenen Kategorien, für jeden Anspruch zu finden.
Bei längeren Touren in ländliche Regionen oder an die Ostküste ist u. U. Benzin im Reservekanister erforderlich.
Es ist vorteilhaft, in einer Unterkunft mehrere Übernachtungen einzuplanen, um von einem Ausgangspunkt „kleeblattförmig“, in mehreren Tages- oder Halbtagestouren, die Umgebung zu erkunden. Außerhalb der Touristenzentren, die von internationalem Tourismus aufgesucht werden, sind die Verhältnisse zwar z. T. sehr einfach, für uns jedoch erheblich reizvoller.
Die vorhandenen „Einrichtungen“ existieren primär für den alltäglichen Bedarf und den, noch „dünnen", auch einheimischen Tourismus. Das gilt für Bars und Restaurants ebenso wie für Unterkünfte und Hotels. Wir werden stets sehr freundlich und zuvorkommend als Gäste begrüßt.

Essen und Trinken
Bars und Restaurants sind überall zu finden. Die Regionen in Küstennähe bieten eine große Auswahl an frischen Fischgerichten. Wir haben keine einzige Vorsichtsregel, betreffend Essen und Trinken, beachtet. Auch frische Salate und die „Natural“-Getränke konnten uns nichts anhaben.

Menschen
Die Nicas sind wesentlich zurückhaltender als die Einwohner Nicaraguas oder Costa Ricas.
Diese Art der Zurückhaltung mindert nicht die Freundlichkeit, Neugier und Hilfsbereitschaft, wenn Sie angesprochen werden oder selbst den Kontakt zu uns aufnehmen.
Diese Art der Menschen hier ist oft geprägt von Geschäftssinn oder anderen Interessen.
Trotzdem schätzen wir die unglaublich natürliche, ehrliche und unkomplizierte Art der Nicas sehr.
Mir persönlich liegen die Nicas sehr…

Kriminalität
Uns ist keine begegnet. Die Kriminalität ist wesentlich niedriger als in Costa Rica oder Panama. In den ländlichen Regionen hat man das Gefühl, dass es gar keine Kriminalität gibt. Wir entdecken dort, dass wie zunehmend nachlässig darin sind, unsere Sachen im Auge zu behalten und darauf aufzupassen…

Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. Selten trifft man Leute die Englisch sprechen können.

Sonstiges
Rauchen wird auch in Nicaragua insgesamt nicht so gerne gesehen. In geschlossenen Gebäuden oder Restaurants und Bars ist Rauchen verboten. Sehr oft ist das Rauchen auch im Freien, auf öffentlichen Plätzen mit hohem Aufkommen von Personen verboten. Bei Touristen wird aber generell ein Auge zugedrückt…

Währung
Nicaragua Colon ist das einheimische Zahlungsmittel. 21 Colon = 1 US Dollar. US-Dollar werden in touristischen Regionen als Barzahlungsmittel akzeptiert, häufig allerdings mit einem schlechten Wechselkurs.

Preisniveau
Preislich liegt Nicaragua weit unter dem Niveau von Panama.
Für Unterbringung und Verpflegung einfacher Art liegt es rund 30-40% unter dem Panamas. Preisniveau für Unterkünfte liegt rund 40-50% unter dem Costa Ricas, wobei einfache, günstige Unterkünfte auch in Costa Rica und Panama zu finden sind.
In den Küstenregionen und rund um die touristisch stark erschlossenen Regionen in einigen Naturreservaten und an den großen Seen ist das Preisniveau insgesamt höher als im Landesinneren, abseits touristisch erschlossener Gebiete.

Reiseführer
Wir hatten deutschsprachig „Nicaragua / Land mit Herz“, ISBN 978-3-89841-294-0, englischsprachig „Nicaragua / lonely planet“, ISBN 978-1-74104-834-6 und den
englischsprachigen „Nicaragua / MOON“, ISBN 978-1-59880-084-5.
Wobei die brauchbarsten Informationen für die einfache Art zu Reisen im Moon enthalten sind. Der „MOON“ ist unser ständiger Begleiter und Nachschlagewerk beim Finden von Unterkünften, sowie allgemeinenS und regionalen Informationen.
Nicht zu vergessen, das Nachschlagewerk „“Spanisch für Nicaragua“ ISBN 3-89416-320-8.

Kartenmaterial
1:500 000, Mapas Na Torismo ISBN 978-3-9811269-0-7
Diese Karte ist sehr empfehlenswert, da sie genauer ist und Orte mit Unterkünften und Tankstellen verzeichnet sind.
1:650 000, „Reise-Know-How” Nicaragua, Honduras, El Salvador ISBN 978-3-8317-7175-2

Highlights
Auf unserer Route sind die „enduristischen“ Highlights:
- Küstenregion nördlich von Rivas.
- Highlands um Matagalpa.
- Highlands um Ocotal, auch Richtung Honduras
- Bergregion um Juigalpa
Wenn unsere Karte nur halbwegs stimmt ist das Pistengeflecht in Nicaragua schier unerschöpflich… und die Ostküste haben wir noch gar nicht besucht…

Fazit
Nicaragua ist eine absolute Empfehlung. Ein Eldorado für Endurofahrer und eine unglaublich freundliche und natürliche Umgebung. In einigen Regionen sind die Menschen etwas zurückhaltender, auch in den Bergregionen. Ihre Freundlichkeit ist um so herzlicher wenn man auf sie zugeht.
Wir wären gerne noch ein bisschen geblieben…

Und dann war da noch der lebendige Sonnenschirm, Highland-Chopper, motorisiertes Familienfahrzeug, Warndreieck für Pannenfahrzeuge, die Kinder, Familienfahrzeug mit Muskelantrieb und der friedliche Warnbikini…















Ende

Idnug screwed with this post 01-04-2013 at 01:48 PM
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Old 04-10-2012, 11:07 AM   #4
GB
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Enjoyed your pics!! Looks like a great ride
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ADV decals, patches & flag? Here
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Old 04-10-2012, 07:37 PM   #5
WoodWorks
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Fantastisch! Ich verstehe nur ein wenig Deutsch. Aber das war ein Abenteuer! Vielen Dank!
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David

I'm tryin' ta think, but nuttin' happens!
--Curly
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Old 04-10-2012, 07:59 PM   #6
GuateRider
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Sau gute Bilder und Super Bericht !!!!!

Looks like you guys had a really good time !!
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Old 04-12-2012, 12:18 AM   #7
Idnug OP
Adventurer
 
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Vielen Dank!
Freut mich sehr
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Old 04-12-2012, 02:00 AM   #8
EvilClown
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The future is no place to place your better days. ~ DMB

ECUADOR: Maintaining Rigid Flexibility
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Old 04-12-2012, 06:08 AM   #9
marior97
marior97
 
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Location: San Salvador, El Salvador
Oddometer: 307
Excelente !!!

Saludos
__________________
Mario
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Old 04-16-2012, 05:53 AM   #10
NellieDriver
Schwindolar
 
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Joined: Jan 2011
Location: Germany
Oddometer: 140
Nicaragua

Gratuliere, ein excellenter Bericht und super Foti von einer interessanten und ansprechenden Fahrt in einem Land von dem man sonst nicht viel hört. Wirklich beindruckend. Was Ihr in der Zusammenfassung nochmals checken könntet: es wird oft Nicaragua mit Nicaragua verglichen, z.B. "Preisniveau
Preislich liegt Nicaragua weit unter dem Niveau von Nicaragua." Da stimmt was nicht.
Ansonsten wirklich 1a.
Viele Grüße
Nelliedriver
NellieDriver is offline   Reply With Quote
Old 04-17-2012, 03:14 AM   #11
Idnug OP
Adventurer
 
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Joined: Apr 2012
Location: Germany
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Vielen Dank!
Ähm... ja... habe korrigiert, hoffe alles "erwischt" zu haben ;o)
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Old 08-12-2013, 12:05 PM   #12
bike-nicaragua
Adventurer
 
Joined: Mar 2013
Location: León, Nicaragua
Oddometer: 63
Hallo!

Vielen Dank für den Super Reisebericht

Für alle die nun Lust bekommen haben mal Nicaragua kennen zu lernen.

Man kann jetzt auch Motorräder direkt in Nicaragua mieten oder auch eine geführte Tour buchen. Und wenn ihr Zeit und Lust habt könnt ihr gleich noch euer Spanisch aufpolieren.

Wir haben geführte Motorradtouren, Motorradverleih und auch eine Spanisch Sprachschule in León/Nicaragua.


Schaut doch mal auf unsere Internetseite. Da gibt es jede Menge Infos zum Thema Nicaragua.

www.bike-nicaragua.com

Wir würden uns sehr freuen euch in León zum Empfangen.
Wir haben auch Gästezimmer hier.

Saludos Jürgen und Eli
__________________
MOTORBIKE TOURS and RENTAL - Visit Nicaragua
http://www.bike-nicaragua.com/english/
http://www.spanishschool-nicaragua.c...lish-about-us/
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